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Hieratischer Papyrus mit einem kultischen Text

Ident. Nr.: P 3162

ObjID: obj:1586331

Details (Expert)

Beteiligte
Ludwig Stern (12.8.1846 - 9.10.1911),
Käufer*in
Weitere Titel
Sammlungstitel: Hieratischer Papyrus mit einem kultischen Text
Übersetzung: Hieratic papyrus with a cultic text
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite: 15,2 x 175,6 cm

Objektbeschreibung

Dieser kultische Papyrus ist inhaltlich in zwei Teile geteilt. Im ersten Teil finden sich verschiedene Sprüche, die beispielsweise dem Verstorbenen Geschenke des Sonnengottes in Aussicht stellen, Gottesleistungen verschiedener Gottheiten im Jenseits ansprechen, oder ihn in Zusammenhang mit Wiederauferstehungsfesten bringen.
Sein zweiter Teil enthält Sprüche, um dem verstorbenen Besitzer der Papyrurolle es zu ermöglichen, im Jenseits eine andere, nicht-menschliche Erscheinungsform anzunehmen
Der Papyrus gehörte einem Mann namens Thot-ij, über den aber, auch aufgrund des Fehlens von Titeln, nichts weiter bekannt ist.Die Papyrusrolle dürfte ihm vermutlich als Grabbeigabe mit zur Bestattung gegeben worden sein.
J. Moje

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).