Logo

Frau mit Kindern in den Tod gehend (3. Zustand)

Ident. Nr.: 403-1923

ObjID: obj:1590666

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Käthe Kollwitz (1867 - 1945),
Holzschneider*in
Datierung
Herstellung: 1924
Geografische Bezüge
Entstehungsort: Berlin,
Stadt
Provenienz
Aron Siegfried Drey (1859-1936),
bis 12.11.1923
Material / Technik
Holzschnitt auf Japanpapier
Abmessungen
Bedruckte Bildfläche: 49,8 x 39,9 cm
Blattmaß: 55,4 x 44,1 cm
Erwerbung
1923 Geschenk von Aron Siegfried Drey, München

Objektbeschreibung

Geschnitten im Unterschied zur "Kriegsfolge" in Tannenholz, »die eigentümliche Faserung druckt mit und gibt den gebrochenen, streifigen Schwarzton. Der Stock hält nicht viel Abzüge aus. Ich habe noch ein paar Platten so gearbeitet, weil es mich
technisch reizte. Es gestattet aber nur eine skizzenhafte Behandlung. Zu einer wichtigeren Arbeit bin ich doch zu härterem Holz zurückgekehrt, dem man mehr zumuten kann-« (K. Kollwitz an Arthur Bonus, [in: Beate] Bonus-Jeep [Sechzig Jahre Freundschaft mit Käthe Kollwitz, Boppard] 1948 , S. 217). Die [zeitlich vorausgehende] Folge "Krieg" ist aufgrund der gewünschten hohen Auflage auf Birnbaumholz gearbeitet.

(Text: Sigrid Achenbach, Käthe Kollwitz (1867-1945). Zeichnungen und seltene Druckgraphik im Berliner Kupferstichkabinett, Ausst.-Kat. Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1995, S. 137, Kat.-Nr. 167)

2025 digitalisiert aus Mitteln des Förderprogramms zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin.

Letzte Aktualisierung: 24.09.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Zertretene. Arme Familie (Linke Szene der urspr. dreiteiligen Komposition, 2. Zustand)

Zertretene. Arme Familie (Linke Szene der urspr. dreiteiligen Komposition, 2. Zustand)

Fragment einer großformatigen, triptychonartigen Radierplatte aus dem Jahre 1900, von der sich die Künstlerin nachträglich distanzierte und die von ihr deshalb auseinandergeschnitten wurde. Nur der linke Teil mit der realistischen Arbeiterfamilie hatte vor ihren eigenen Augen auch noch in späteren Jahren Bestand, während sie die Hauptdarstellung in der Mitte und die rechte Randszene aufgrund ihrer symbolischen Überfrachtung als "fatal" verwarf. Die unzerschnittene Platte variiert das Themades nicht in den Zyklus aufgenommenen Schlußblattes zu "Ein Weberaufstand":"Aus vielen Wunden blutest du, oh Volk" [#vgl. Ident. Nrn. 658-1912, AM 383-1971]. Während sich der Mittelteil auf beiden Radierungen gleicht, wurden die Seitenfiguren im späteren Werk durch zwei Szenen ersetzt. An Hand der Themen Selbstmord und Prostitution schildern sie die ausweglose Situation des Proletariats. Für die vermutlich durch Arbeitslosigkeit ins Elend gestürzte Familie links bietet sich als Ausweg nur der Strick. Das Triptychon sollte ursprünglich den Titel "Das Leben" tragen und wohl so etwas wie eine allegorische Gesamtschau auf die Lebensbedingungen des Proletariates geben. Der Druck gehört zu den wenigen von [Otto] Felsing gedruckten Exemplaren, die den Ausgaben des Verlags E. A. Seemann, Leipzig, vorausgingen.(Text: Sigrid Achenbach, Käthe Kollwitz (1867-1945). Zeichnungen und seltene Druckgraphik im Berliner Kupferstichkabinett, Ausst.-Kat. Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1995, S. 76, Kat.-Nr. 80)2025 digitalisiert aus Mitteln des Förderprogramms zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin.