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Ident. Nr.: D (6 I 13) 638/1971

ObjID: obj:1616716

Details (Expert)

Datierung
1838
Material / Technik
Weichholz, bemalt
Abmessungen
Höhe x Breite: max. 89,5 x 46 cm
Höhe: 68 cm
Länge: 85 cm

Objektbeschreibung

Querschwinger mit senkrecht in die vier Eckpfosten eingezapften Seiten-, Fuß- und Kopfbrettern, mit breiten und stark geschwungenen Kufen. Das Kopfbrett ist höher ausgebildet als das Fußbrett. Über dem Kopfende eingezapft ein trapezförmiges, klappbares Gestell für den Wiegenschleier. Die Seitenbretter sind gerade, das obere aufgesetzte Brett ist an der Unterseite ausgeschnitzt, an jeder Seite sind drei Knöpfe für die Wiegenbänder angebracht. Grundierung der Truhe - ocker, die Zierleisten dagegen blau. Die Seitenbretter sind mit blauen Linien in schmale Streifen geteilt, darin blaue Kreise gemalt. Die Kringel finden sich an den Kufen wieder.
Das Kopfende ist außen mit zwei blauen Leisten im oberen Teil versehen. Das Feld darunter ist von einem Streifen umrandet, der mit rotbraunen Linienzügen in der Art des Kammzuges bemalt ist, das ockefarbene Feld darin ist mit einer schwarzen Linie umrandet. In der Mitte ovale Form, abwechselnd blau und weiß in vier Teile aufgegliedert, das ganze gegenüber dem Feld darum eingekerbt. Das Fußende außen ist in ähnlicher Weise bemalt, aber hier ist das Oval in der Mitte, blau-rot bemalt.
Das Fußende innen: rotbraune Schnörkel auf ockerfarbigem Grund. Das Kopfende innen: im leicht geschwungenen Aufsatz mit Griffloch in der Mitte - 1838 datiert.
Aus der Sammlung Mötzel Nördlingen "Bauernstube", von Herrn Mötzel in jungen Jahren (geb. 1897) in den Dörfern der Ries gesammelt; nach dem Konkurs seines Bankhauses 1971 beging Friedrich Mötzel Suizid.

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.