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Demotischer Papyrus mit dem "Denkmal memphitischer Theologie" (Pap. Berlin P 13603 + 15506 + 23751)

Ident. Nr.: P 23751

ObjID: obj:1621286

Details (Expert)

Beteiligte
Otto Rubensohn (24.11.1867 - 9.8.1964),
Grabungsleiter*in
Weitere Titel
Sammlungstitel: Demotischer Papyrus mit dem "Denkmal memphitischer Theologie" (Pap. Berlin P 13603 + 15506 + 23751)
Übersetzung: Demotic papyrus with the "Denkmal memphitischer Theologie" (Pap. Berlin P 13603 + 15506 + 23751)
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite: 24,2 x 26,8 cm

Objektbeschreibung

Auf diesem aus drei separat inventarisierten Fragmenten bestehenden Papyrus ist in demotischer Sprache und Schrift eine Version der memphitischen Kosmogonie, des sogenannten "Denkmals der memphitischen Theologie", niedergeschrieben worden.
Der Hauptzeuge für diesen Text ist der "Schabaka-Stein", welcher sich heute im British Museum (Inventarnummer EA 498) befindet. Es handelt sich hier um den Weltschöpfungsmythos in derjenigen Version, die von den Priestern im religiösen Zentrum Memphis entwickelt worden war. Zentrale Figur dieses Mythos ist der memphitische Hauptgott Ptah.
J. Moje

Letzte Aktualisierung: 03.11.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).