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Ident. Nr.: I. 3623

ObjID: obj:1631999

Details (Expert)

Beteiligte
Friedrich Sarre (22.06.1865–31.05.1945),
Sammler*in
Datierung
2. Hälfte 15. Jahrhundert
Datierung engl.: 2nd half of the 15th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Herkunft (Allgemein): Türkei,
Land
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 32 x 25 cm

Objektbeschreibung

Getriebener Helm aus Stahl mit graviertem/ziseliertem, tauschiertem und punziertem Dekor. Der Helm ist aus einer einzigen Stahlplatte in Turbanform getrieben, d.h. der Mittelteil ist in schrägen, geschwungenen Graten gearbeitet, die an einen gewickelten Turban erinnern. Verziert ist der Helm mit zwei großen, silbertauschierten Inschriften auf dem Stirnfries und der Kalotte, die Segenswünsche für den Sultan wiedergeben. Die Inschriften liegen auf einem spiralförmigen Rankengrund. Der Mittelteil ist mit silbertauschierten Ranken versehen, die oben und unten von schmalen Friesen in Pseudoschrift eingefasst werden. Oberhalb des linken Augenausschnittes befindet sich ein kleiner Stempel, eine Herkunftsangabe für Waffen im Alten Serail in Istanbul. Die Spitze des Helms endet in einem länglich gekanteten Knauf, der durch kleine Rauten abgesetzt ist. Der Nasenschutz, die Federhülsen sowie die Brünne (Hals- und Nackenschutz) fehlen.
Die Art des Helms und seiner Verzierung, sein reicher Dekor und die verwendeten Techniken lassen auf die Herstellung in einer höfischen Werkstatt schließen.
Bei der Dekortechnik des Tauschierens werden dünne Metalldrähte, z.B. aus Silber, Kupfer oder wie hier Gold, in vorgegebenen Mustern in das zu verzierende Objekt eingehämmert.

Letzte Aktualisierung: 05.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.