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Statuette eines Mannes mit Opfertier

Ident. Nr.: VA 05009

ObjID: obj:1742945

Details (Expert)

Datierung
letztes Viertel 3. Jahrtausend vor Christus
Periode: akkadisch–Ur III
Geografische Bezüge
Assur,
Vorderasien
Material / Technik
Metall-Kupfer
Abmessungen
Höhe: 21,5 cm
Breite: 5,4 cm
Dicke: 4 cm
Gewicht: kg gesamt 0,47 kg

Objektbeschreibung

Die männliche Statuette eines Opferträgers hält ein Opfertier im linken Arm und ein Messer in der erhobenen rechten Hand. Bekleidet ist sie mit einem kurzen Rock, der über der Hüfte gegürtet ist. Der linke Fuß ist leicht vorgestellt und die großen, flachen Füße sind zur Anbringung durchbohrt. Das Gesicht ist fein modelliert, wobei das Kinn und die Nase spitz hervorgezogen und die schräg gestellten Augenhöhlen sehr groß sind. Die miteinander verbundenen tief eingezogenen Augenbrauen liegen weit oben auf der flachen Stirn und müssen ursprünglich in einem anderen Material eingelegt gewesen sein. Die großen Ohren sind seitlich angesetzt. Der flache Körper ist wenig plastisch gestaltet, im Gegensatz dazu stehen die fein herausgearbeitete Rückenpartie und die Knie. Der Oberkörper ist nach vorne gebeugt. Insgesamt sind sowohl der Körper als auch die Extremitäten deutlich überlängt. Die Statuette ist im Hohlguss gefertigt und besteht aus fast reinem Kupfer mit einem geringen Arsen- und Bleianteil. [Helen Gries]

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Vorderasiatisches Museum

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Im Rahmen der Grabungskampagne 1902/03 wurden 170 Keilschrifttafeln entdeckt, die Texte zur Viehverwaltung von Schuruppak (dem heutigen Fara) enthalten und damit einen wichtigen Einblick in die Wirtschaft dieser Region geben. Allein 93 Tafeln befassen sich mit Eseln, die hier gezeigte Liste stellt nach Inhalt, Form, Größe und Anzahl der Spalten – sieben auf der Vorderseite und acht auf der Rückseite – einen der umfangreichsten erhaltenen Texte zur Viehverwaltung dar.Der Text enthält einen Summenvermerk von Eseln für die Feldarbeit, wobei die Gesamtzahl der Tiere in Vierergespannen (Quadrigen) berechnet wird. Die Summe nennt 80 Quadrigen, also 320 Tiere, die für das Pflügen eingesetzt werden sollen. Auf dieser sowie auf weiteren 43 Tontafeln ist die Verwendung des Esels als Zugtier durch die Verbindung der Zeichen für Esel (sumerisch ANŠE) mit dem Wort für Pflugschar (sumerisch apin = ANŠE.apin „Pflugesel“) eindeutig belegt. Des Weiteren enthält die Liste Angaben zu Personen, die Esel erhalten oder zurückgegeben haben, sowie zu deren Berufen.Aus anderen Texten ist bekannt, dass sich die Tiere im Eigentum von Sud, dem Stadtgott von Schuruppak, beziehungsweise der Tempelverwaltung befanden.----The 1902/03 excavation campaign in Shuruppak (modern Fara) yielded 170 cuneiform tablets dealing with livestock management. 93 tablets deal with the administration of donkeys, used as plough animals as proved by the association of the signs for donkey (Sumerian ANŠE) and the word for ploughing (Sumerian apin = ANŠE.apin, 'plough donkey').With seven columns on the front and eight on the back the tablet VAT9079 features one of the most extensive surviving texts on livestock management.The text summarises the number of donkeys rented for the fieldwork - 320 in total - calculated in teams of four (quadrigae). The list also contains information about the individuals who rented or returned the donkeys, such as their names and professions. The costs associated with the loan of the animals were the responsibility of the borrowers, who were required to either pay the rent or provide compensation in the form of work for the temple.The donkeys were the property of Sud, the city god of Shuruppak, represented on earth by the temple administration. The temple was one of the institutions responsible for the city administration.(A.Valsecchi Gillmeister)