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Lapisschieber eines Plattenhalsbands

Ident. Nr.: VA Ass 01008

ObjID: obj:1744294

Details (Expert)

Datierung
14.–13. Jahrhundert vor Christus
Periode: Mittelassyrisch
Geografische Bezüge
Assur,
Vorderasien
Material / Technik
Metall-Gold; Stein-Lapislazuli
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 2,45 x 27,3 x 0,6 cm
Gewicht: 103,88 g

Objektbeschreibung

Im Jahre 1908 stießen die deutschen Ausgräber in einem Suchgraben auf eine unberührte Ziegelgruft mit Resten mehrerer Bestattungen und außergewöhnlich reiche Grabbeigaben. Zu den Beigaben zählen Gefäßkeramik, diverse Gefäße aus Alabaster und verschiedene Objekte aus Elfenbein. Insbesondere die Schmuckbeigaben bezeugen den hohen sozialen Rang der beiden Verstorbenen, denen als Letztbestatteten der Körperschmuck zugerechnet werden konnte. Neben einigen willkürlich zu Kopf- und Halsketten geordneten Schmuckensembles ist die Funktion der elf quadratischen Platten aus Gold und Lapislazuli durch ihre Fundlage als Teil eines Halsbandes gesichert. Die aus Halbedelstein und Gold gearbeiteten einzelnen Elemente sind in ihrer Grundform und der Längsgliederung der Oberfläche weit gehend einheitlich. Die Wirkung des Halsbandes geht vor allem vom Farbwechsel sowie den alternierenden glatten und filigran durchbrochenen Oberflächen aus. Die fünf goldenen Schmuckglieder vermitteln Einblicke in die Goldschmiedetechnik: Auf einer Grundfläche sind durchlochte Halbzylinder aufgelötet, wobei die Öffnungen mit einem hochgeschlagenen Rand und umgelegter Granulation betont wurden.

Die Zugehörigkeit der beiden steinernen Anhänger in Gestalt von Buckelrind-Kälbchen mit Goldschlaufen zum Plattenhalsband ist nicht gesichert. [Ralf B. Wartke]

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Vorderasiatisches Museum

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Esel-Liste für die Feldarbeit

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Im Rahmen der Grabungskampagne 1902/03 wurden 170 Keilschrifttafeln entdeckt, die Texte zur Viehverwaltung von Schuruppak (dem heutigen Fara) enthalten und damit einen wichtigen Einblick in die Wirtschaft dieser Region geben. Allein 93 Tafeln befassen sich mit Eseln, die hier gezeigte Liste stellt nach Inhalt, Form, Größe und Anzahl der Spalten – sieben auf der Vorderseite und acht auf der Rückseite – einen der umfangreichsten erhaltenen Texte zur Viehverwaltung dar.Der Text enthält einen Summenvermerk von Eseln für die Feldarbeit, wobei die Gesamtzahl der Tiere in Vierergespannen (Quadrigen) berechnet wird. Die Summe nennt 80 Quadrigen, also 320 Tiere, die für das Pflügen eingesetzt werden sollen. Auf dieser sowie auf weiteren 43 Tontafeln ist die Verwendung des Esels als Zugtier durch die Verbindung der Zeichen für Esel (sumerisch ANŠE) mit dem Wort für Pflugschar (sumerisch apin = ANŠE.apin „Pflugesel“) eindeutig belegt. Des Weiteren enthält die Liste Angaben zu Personen, die Esel erhalten oder zurückgegeben haben, sowie zu deren Berufen.Aus anderen Texten ist bekannt, dass sich die Tiere im Eigentum von Sud, dem Stadtgott von Schuruppak, beziehungsweise der Tempelverwaltung befanden.----The 1902/03 excavation campaign in Shuruppak (modern Fara) yielded 170 cuneiform tablets dealing with livestock management. 93 tablets deal with the administration of donkeys, used as plough animals as proved by the association of the signs for donkey (Sumerian ANŠE) and the word for ploughing (Sumerian apin = ANŠE.apin, 'plough donkey').With seven columns on the front and eight on the back the tablet VAT9079 features one of the most extensive surviving texts on livestock management.The text summarises the number of donkeys rented for the fieldwork - 320 in total - calculated in teams of four (quadrigae). The list also contains information about the individuals who rented or returned the donkeys, such as their names and professions. The costs associated with the loan of the animals were the responsibility of the borrowers, who were required to either pay the rent or provide compensation in the form of work for the temple.The donkeys were the property of Sud, the city god of Shuruppak, represented on earth by the temple administration. The temple was one of the institutions responsible for the city administration.(A.Valsecchi Gillmeister)