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Knabe mit Dreizipfelfrisur

Ident. Nr.: VA Bab 03137

ObjID: obj:1744413

Details (Expert)

Datierung
2. Hälfte 1. Jahrtausend vor Christus
Periode: Seleukidisch / Parthisch
Geografische Bezüge
Babili,
Vorderasien
Material / Technik
Keramik; fein
Abmessungen
Höhe: 11,3 cm
Breite: 9,6 cm

Objektbeschreibung

Diese Hohlterrakotte wurde aus mehreren Teilen zusammen gesetzt, auf der Innenseite können teilweise noch Fingerabdrücke ausgemacht werden, welche von der Fertigung stammen. Der Körper weist auf der Oberfläche Reste eines weißen Maluntergrundes sowie rote Farbreste auf.

Das kindliche Gesicht ist durch eine sorgfältige Bearbeitung gekennzeichnet. Die flach modellierten Augen wurden von fein gewölbten Brauen überschattet, die an der Nasenwurzel spitz zusammentreffen und in eine vorstehende Stupsnase übergehen. Die weiche Rundung der Wangen wird durch die angedeutete Nasalfurche noch verstärkt, der kleine Mund ist geöffnet, das von der Unterlippe abgesetzte Kinn rund und schwer gestaltet. Das strähnige dicht am Kopf anliegende Haar wird zu drei Zöpfen zusammengefasst, die an den Seiten bis auf Ohrhöhe herabhängen und in der Mitte auf dem Scheitel aufliegen. Unterhalb der Ohren sind zwei knopfartige Ohrringe nachgebildet.

Der Rumpf ist an der rechten Körperseite aufgebrochen und die rechte Brust ist stark bestoßen. Der Körper ist insgesamt durch eine sehr gute Modellierung des Mittel- und Unterbauches, der Lenden, der Gesäßbacken un der Genitalien gekennzeichnet. Der Nabel ist kreisrund eingedrückt. Das Kind ist nur mit einem Überwurf bekleidet, der an der rechten Schulter von einer runden Spange gehalten wird und in bogenförmigen Falten über die linke Brust und den Rücken fällt. Der rechte, leicht gekrümmte Unterarm hält einen kleinen, runden Gegenstand in der Hand. Die Finger sind ausgestreckt und der Daumen schwach abgespreizt. Ein schmaler Armreif schmückt das Handgelenk. Die beiden unterschiedlich großen Beine sind sehr einfach geformt und die Zehen wurden nicht ausgeformt.

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Vorderasiatisches Museum

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Esel-Liste für die Feldarbeit

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Im Rahmen der Grabungskampagne 1902/03 wurden 170 Keilschrifttafeln entdeckt, die Texte zur Viehverwaltung von Schuruppak (dem heutigen Fara) enthalten und damit einen wichtigen Einblick in die Wirtschaft dieser Region geben. Allein 93 Tafeln befassen sich mit Eseln, die hier gezeigte Liste stellt nach Inhalt, Form, Größe und Anzahl der Spalten – sieben auf der Vorderseite und acht auf der Rückseite – einen der umfangreichsten erhaltenen Texte zur Viehverwaltung dar.Der Text enthält einen Summenvermerk von Eseln für die Feldarbeit, wobei die Gesamtzahl der Tiere in Vierergespannen (Quadrigen) berechnet wird. Die Summe nennt 80 Quadrigen, also 320 Tiere, die für das Pflügen eingesetzt werden sollen. Auf dieser sowie auf weiteren 43 Tontafeln ist die Verwendung des Esels als Zugtier durch die Verbindung der Zeichen für Esel (sumerisch ANŠE) mit dem Wort für Pflugschar (sumerisch apin = ANŠE.apin „Pflugesel“) eindeutig belegt. Des Weiteren enthält die Liste Angaben zu Personen, die Esel erhalten oder zurückgegeben haben, sowie zu deren Berufen.Aus anderen Texten ist bekannt, dass sich die Tiere im Eigentum von Sud, dem Stadtgott von Schuruppak, beziehungsweise der Tempelverwaltung befanden.----The 1902/03 excavation campaign in Shuruppak (modern Fara) yielded 170 cuneiform tablets dealing with livestock management. 93 tablets deal with the administration of donkeys, used as plough animals as proved by the association of the signs for donkey (Sumerian ANŠE) and the word for ploughing (Sumerian apin = ANŠE.apin, 'plough donkey').With seven columns on the front and eight on the back the tablet VAT9079 features one of the most extensive surviving texts on livestock management.The text summarises the number of donkeys rented for the fieldwork - 320 in total - calculated in teams of four (quadrigae). The list also contains information about the individuals who rented or returned the donkeys, such as their names and professions. The costs associated with the loan of the animals were the responsibility of the borrowers, who were required to either pay the rent or provide compensation in the form of work for the temple.The donkeys were the property of Sud, the city god of Shuruppak, represented on earth by the temple administration. The temple was one of the institutions responsible for the city administration.(A.Valsecchi Gillmeister)