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Großes Reliquienkreuz aus dem Welfenschatz

Ident. Nr.: W 42

ObjID: obj:1839327

Details (Expert)

Beteiligte
Werner Korff (um 1483)
Datierung
1482/83
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 74,5 x 43,5 x 27,3 cm

Objektbeschreibung

Am Braunschweiger Stift St. Blasius beschloss man 1482, ein neues großes Reliquienkreuz für den Gebrauch bei Prozessionen und Heiltumsweisungen anfertigen zu lassen, in dem vor allem zahlreiche Herrenreliquien des Kirchenschatzes "aus anderen Monstranzen und Schreinen" zusammengefasst werden sollten. Neben den Kreuzpartikeln, die in Gestalt eines Patriarchenkreuzes in die Vierung eingefügt wurden, seien hier nur die Dornen von der Dornenkrone Christi und die Partikel von der Geißelsäule und von der Heiligen Lanze in den oberen Kreuzarmen der als Reliquienostensorium gearbeiteten Seite des Kreuzes erwähnt. Die andere Seite des Reliquienkrqeuzes zeigt an der Vierung die zu klein anmutende gegossene Figur des Gekreuzigten und an den dreipassigen Kreuzenden Medaillons mit den inschriftlich bezeichneten Evangelistensymbolen.
Den Auftrag zur Anfertigung dieses sogenannten Großen Reliquienkreuzes erhielt 1482 der Braunschweiger Goldschmied Werner Korff. Die dafür notwendige Übertragung von Reliquien aus anderen Reliquiaren mag einer der Anlässe dafür gewesen sein, dass "im Jahre 1482, um Michaelis, [...] das Stiftskapitel von St. Blasius in Braunschweig drei Stiftsherren und drei Vikare [beauftragte], alle Heiligtümer in allen Schreinen und Monstranzen und in anderen Reliquienbehältnissen aufzuschreiben", also das bis 1485 vollendete "Preciosenbok", das älteste bekannte Inventar des Welfenschatzes, zu erstellen.
LL

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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