Habicht auf Sitzstange
Ident. Nr.: 2009-138
ObjID: obj:1851816
Sammlung Klaus F. und Yoshie Naumann
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Muromachi-Zeit oder Momoyama-Zeit16. Jahrhundert
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Hängerolle, Farben auf Papier
- Abmessungen
- Bildmaß: 116,2 x 46,2 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1851816
Objektbeschreibung
Aufgrund ihres starken, unerbittlichen Charakters gehörten Jagdfalken zu den Statussymbolen des Militäradels und wurden seit dem 15. Jahrhundert zu einem beliebten Thema der japanischen Malerei. Häufig erscheinen sie als Symbol der Tapferkeit und der Macht auf Porträts von Kriegsherren, die Falknerei als standesgemäßes Freizeitvergnügen betrieben. Sie ließen wohl ihre Lieblingstiere im Bild verewigen oder malten gar wie Hōjō Ujishige oder die Fürsten Yoritaka und Yoriyoshi aus dem Haus Toki selbst. Seit dem 16. Jahrhundert wurden auch Gruppen von sechs oder zwölf Vögeln in unterschiedlichen Posen auf Stellschirmen dargestellt.
Der Maler Fujiwara Masayoshi, von dem sich noch zwei Falkenbilder in der Sammlung des Museums befinden, war laut einem der Siegel ein Militäradeliger niederen Ranges auf der Insel Sadō. Auch der Verfasser der Aufschrift, der bedeutende neokonfuzianische Gelehrte Hayashi Razan (1583–1657), stand dem Schwertadel nahe. Er diente den Shogunen aus dem Haus Tokugawa.
Letzte Aktualisierung: 29.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Museum für Asiatische Kunst
E-Mail:
aku@smb.spk-berlin.de