Logo

Portrait

Ident. Nr.: B 1034

ObjID: obj:1856669

Details (Expert)

Datierung
1902-1914
Material / Technik
Abmessungen
Plattengröße (Foto): 13 x 18 cm

Objektbeschreibung

Turfan-Expedition [1902-1914]

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Die Legende vom Prinzen Vishvantara

Die Legende vom Prinzen Vishvantara

Diese 10 m lange Bildfolge erzählt in 86 fortlaufenden Szenen das Vessantara Jataka, die Geschichte des Prinzen Vishvantara, dessen Leben durch seine Großherzigkeit, vor allem grenzenlose Freigebigkeit, bestimmt wurde. Der begleitende Verstext ist in der nepalesischen Sprache Newari geschrieben. Obwohl die bemalte Bildrolle erst im 19. Jh. geschaffen wurde, setzt sie eine sehr alte und weit verbreitete buddhistische Tradition fort.Das Vessantara JatakaDas Vessantara Jataka, die Geschichte des Prinzen Vishvantara, ist im Theravada Buddhismus eine der bekanntesten Geschichten über frühere Leben buddhistischer Persönlichkeiten, in diesem Fall von Buddha Shakyamuni. Die Geschichte handelt vom Leben und von den Taten eines barmherzigen Prinzen und wird in vielen Ländern Südostasiens wie Thailand, Laos, Myanmar, Sri Lanka und Kambodscha jährlich bei Festen aufgeführt und gefeiert. Die Geschichte des Prinzen VishvantaraVishvantara wird in die Waldeinsamkeit geschickt, wohin ihn seine Familie begleitet. Nachdem er bereits einen Elefanten, ein Pferd und einen Wagen weggegeben hat, fordert ein alter Brahmane den Prinzen auf, auch seine Frau und Kinder wegzugeben. Der Prinz überläßt sie ihm. Schließlich hat er alle Prüfungen bestanden und wird im Tushita-Himmel wiedergeboren. Denn Vishvantara wird als letzte irdische Existenz des künftigen Buddha betrachtet. Die Geschichte vom Prinzen, der alles hergibt was er besitzt, zeigt die Tugend vollendeter Grosszügigkeit. SM8HF

Klangplatte (kei)

Klangplatte (kei)

Die Klangplatte gehört mit zu den speziellen Kultgeräten, die in rituellen Handlungen des esoterischen Buddhismus ihre Verwendung finden. Während der rituellen Zeremonien sitzt der Priester in der Tempelhalle vor einem niedrigen Tisch, auf dem neben Wasser- und Weihrauchgefäßen verschiedene Kultgeräte nach einem bestimmten Schema, das ein Mandala symbolisiert, angeordnet sind. Dabei befindet sich die Klangplatte, welche an einem hölzernen Rahmengestell aufgehängt ist, auf der rechten Seite des Priesters. Sie wird mit einem Holzhämmerchen zum Klingen gebracht. Anfänglich aus China importiert, entwickelten japanische Handwerker während der Heian-Zeit die ersten japanischen Klangplatten. Die frühesten, in Japan hergestellten Klangplatten sind von einfacher geometrischer Form mit einem erhöhten zentralen Teil, der als Resonanzfläche dient. Während der späten Heian- und der frühen Kamakura-Zeit wurden vermehrt Sorgfalt und Fantasie für die äußere Form sowie für die aufwändige Behandlung des Oberflächendekors aufgebracht. Die klassische Form zeigt die Silhouette eines Berges, in dessen Mitte sich meist eine reliefierte, in Aufsicht gezeigte Lotosblüte oder zwei gegenständig angeordnete Pfauen befanden. Das vorliegende Exemplar gehört zu einer äußerst seltenen Gruppe von Klangplatten, die in der Form einer Lotosblüte gegossen wurden. Die Resonanzfläche ist als achtfach gelappte Samenkapsel geformt, wobei die Samen jeweils durch kreisrunde Gravierungen angedeutet sind. Jedes Blütenblatt ist definiert durch zwei parallel verlaufende Umrißlinien, die den Eindruck von plastischer Form erzeugen. Als eine der symbolträchtigsten Pflanzenarten im Buddhismus dient die Lotosblüte als Metapher für die erlangte Erleuchtung sowie als Symbol der Reinheit. Die Samenkapsel hat zudem eine glücksbringende Bedeutung. SM8HF