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Wildgänse zwischen Schilf

Ident. Nr.: 3652

ObjID: obj:1890188

Schenkung Marie Meyer und Ernst Grosse

Details (Expert)

Beteiligte
Ganku 岸駒 (1749/56-1838),
Maler*in
Datierung
Edo (Tokugawa)-Zeit
1. Hälfte 19. Jh.
Geografische Bezüge
Japan,
Land
Material / Technik
Hängerolle, Tusche auf Seide
Abmessungen
Bildmaß: 145,6 x 81,1 cm
Höhe x Breite: 202 x 100 cm (Montierung)

Objektbeschreibung

Wildgänse, die sich in kleinen Gruppen am Flussufer zwischen verdorrten Schilfhalmen aufhalten, symbolisieren in der ostasiatischen Malerei den saisonalen Wechsel vom Spätherbst zum Winter.
Ursprünglich typisch für die profane Malerei aus den Provinzen Zhejiang und Hunan in Süd-China, wo solche Szenen häufig zu beobachten sind, wurde dieses Motiv auch in das Themenrepertoire der Chan-buddhistischen (j. Zen-buddhistischen) Malerei aufgenommen. Es erinnert an die Legende, der zufolge der aus Indien kommende Gründerpatriarch Bodhidharma auf zwei Schilfhalmen den Fluss Yangzi überquerte, um den Chan-Buddhismus in China zu verbreiten.
Der Maler Ganku gilt als Gründer der Kishi-Schule, die Einflüsse von Maruyama Ōkyos dekorativem Naturalis-mus aufweist und sich durch einen rauhen Pinselduktus sowie hohe technische Perfektion auszeichnet. In diesem Werk orientiert sich Ganku jedoch an dem im 19. Jahrhundert in Japan beliebten akademischen Malstil der chinesischen Zhe-Schule.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst