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Vier (von sechzehn) Arhat (Rakan)

Ident. Nr.: 1787a

ObjID: obj:1891222

Schenkung Gustav Jacoby

Details (Expert)

Beteiligte
frühere Zuschreibung: Sesshū 雪舟 (1420 - 1506),
Künstler*in
Datierung
19. Jh.
Edo (Tokugawa)- oder Meiji-Zeit
Geografische Bezüge
Japan,
Land
Abmessungen
Bildmaß: 101 x 41,5 cm

Objektbeschreibung

Im Buddhismus nehmen Menschen, welche die Erleuchtung erlangt haben, aber auf den Eingang ins Nirvana verzichten, eine den Heiligen im Christentum vergleichbare Stellung ein. Sie fungieren als Vorbild für andere Gläubige und werden bisweilen auch als Vermittler zu den höheren Wesen verehrt. Insbesondere in den auf Erleuchtung durch Selbstkultivierung, etwa per Meditation, abzielenden Formen des Buddhismus wie dem Zen (c. Chan) spielen sie eine bedeutende Rolle. In der Malerei und Bildhauerei Japans werden sie meist als etwas kauzig anmutende ältere Männer dargestellt und als Rakan (c. Luohan, Sanskr. Arhat) bezeichnet. Sie treten häufig in Gruppen von 16, 18 oder 500 Figuren auf.
Diese auf vier Rollen verteilte Gruppe von sechzehn Figuren trägt auf jeder Rolle eine ‚Pinsel des Sesshū‘ zu lesende Signatur, die aber nicht von der Hand jenes Mönch-Malers (1420–1506) stammt, sondern wohl als allgemeine Referenz an dessen Tradition zu verstehen ist.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst

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Landschaft

Landschaft

Eingebettet zwischen den monumentalen, hoch aufragenden Bergmassiven im Hintergrund und den sanften Hügeln und Baumgruppen im Vordergrund sind kleine, einfache Siedlungen zu sehen. Vereinzelte Figuren, die alltäglichen Tätigkeiten nachgehen, beleben die idyllische, ländliche Szene. Mittels haarfeiner Hanffaser-Strukturstriche sowie rhythmisch getupfter Moospunkte, die charakteristische Elemente der Literatenmalerei sind, vermochte der Künstler Plastizität und Volumenhaftigkeit der festen Erdmassen zu erzeugen. Subtile ockerbraune und hellgrüne Lavisflächen deuten auf die frühsommerliche Jahreszeit hin und verleihen der Darstellung eine wohltuende Frische. Die dezente Farbgebung evoziert zudem eine lyrische Atmosphäre. Matsumura Gekkei studierte ab 1781 die Malkunst und die Haikai-Dichtkunst beim berühmten Literatenmaler Yosa Buson (1716–1783). Im Jahre 1781 zog Gekkei von Kyoto nach Ikeda, einem kleinen Ort in der Nähe von Osaka, wo er bis 1789 blieb. Das Pseudonym Goshun legte er sich während dieser Zeit, in Anlehnung an den alten Namen Ikedas, zu. Das vorliegende Stellschirmpaar gehört zu den repräsentativsten Werken dieser frühen Schaffensperiode, in welcher der Einfluss Busons sich sehr stark bemerkbar macht. Vor allem in der Behandlung von Felsen sowie in der Charakterisierung von Figuren ist die Handschrift des prominenten Meisters deutlich erkennbar. Goshuns Tendenz zur lyrischen Bildstimmung, die ein Wesensmerkmal seines Werkes ist, tritt hier bereits deutlich zu Tage. Nach seiner Rückkehr aus Ikeda nach Kyoto in den Jahren 1788/89 trat Goshun in das Studio des äußerst populären Malers Maruyama Ōkyo (1733–1795) ein. Von Ōkyo übernahm Goshun den naturalistischen, dekorativen Malstil und verband ihn erfolgreich mit den Elementen der Literatenmalerei, die er von Buson gelernt hatte. Nach Ōkyos Tod im Jahre 1795 führte Goshun ein eigenes Studio, das sich an der Shijō-Straße in Kyoto befand und seiner Schule ihren Namen gab, der Shijō-Schule.