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Ritualgefäß für Speiseopfer, Typ gui

Ident. Nr.: 1996-7

ObjID: obj:1904356

Erworben mit Unterstützung der Ernst von Siemens-Kunststiftung

Details (Expert)

Datierung
Zhou-Dynastie (Westliche)
11. Jh. v. u. Z.
Geografische Bezüge
Abmessungen
Objektmaß: 14,4 x 24,7 x 18,3 cm
Durchmesser: 15,6 cm (Standring)
Gewicht: 1,88 kg
Durchmesser: 19,1 cm (Öffnung)
Erwerbung
Kauf

Objektbeschreibung

Über einem hohen, ausgestellten Fuß mit abgesetztem Standring ruht eine tiefe gebauchte Schüssel mit kurzem, ausladendem Mündungsrand. Unterhalb des Lippenwulstes setzen zwei seitliche, halbrunde Schlaufenhenkel an. Sie sind am oberen Henkelansatz mit plastischen Tierköpfen besetzt und tragen am unteren Henkelbogen hakenförmige Appliken. Die Tierköpfe zeigen stark aufgewölbte Augen, ovale Ohren und einwärts gebogene Hörner. Zwei Dekorbänder schmücken Fuß und Hals des Gefäßes. Das schmalere der beiden umläuft den Fuß und trägt vier von Mittelstegen gegliederte, dreigestufte (engl. triple bandtaotie-Dekoreinheiten, die größer auch am Hals aus- gebildet sind. Dort werden sie jeweils in der Mitte der Vorder- und Rückseite von plastischen Tierköpfen und an den Seiten von dem Tierkopfbesatz der Henkel getrennt. Die Nahtstellen der Teilgussformen entlang der Henkel sind an den verbliebenen Metallresten in den Haken der Henkelappliken und an deren Rückwänden deutlich abzulesen. SM8HF

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst

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Landschaft

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Eingebettet zwischen den monumentalen, hoch aufragenden Bergmassiven im Hintergrund und den sanften Hügeln und Baumgruppen im Vordergrund sind kleine, einfache Siedlungen zu sehen. Vereinzelte Figuren, die alltäglichen Tätigkeiten nachgehen, beleben die idyllische, ländliche Szene. Mittels haarfeiner Hanffaser-Strukturstriche sowie rhythmisch getupfter Moospunkte, die charakteristische Elemente der Literatenmalerei sind, vermochte der Künstler Plastizität und Volumenhaftigkeit der festen Erdmassen zu erzeugen. Subtile ockerbraune und hellgrüne Lavisflächen deuten auf die frühsommerliche Jahreszeit hin und verleihen der Darstellung eine wohltuende Frische. Die dezente Farbgebung evoziert zudem eine lyrische Atmosphäre. Matsumura Gekkei studierte ab 1781 die Malkunst und die Haikai-Dichtkunst beim berühmten Literatenmaler Yosa Buson (1716–1783). Im Jahre 1781 zog Gekkei von Kyoto nach Ikeda, einem kleinen Ort in der Nähe von Osaka, wo er bis 1789 blieb. Das Pseudonym Goshun legte er sich während dieser Zeit, in Anlehnung an den alten Namen Ikedas, zu. Das vorliegende Stellschirmpaar gehört zu den repräsentativsten Werken dieser frühen Schaffensperiode, in welcher der Einfluss Busons sich sehr stark bemerkbar macht. Vor allem in der Behandlung von Felsen sowie in der Charakterisierung von Figuren ist die Handschrift des prominenten Meisters deutlich erkennbar. Goshuns Tendenz zur lyrischen Bildstimmung, die ein Wesensmerkmal seines Werkes ist, tritt hier bereits deutlich zu Tage. Nach seiner Rückkehr aus Ikeda nach Kyoto in den Jahren 1788/89 trat Goshun in das Studio des äußerst populären Malers Maruyama Ōkyo (1733–1795) ein. Von Ōkyo übernahm Goshun den naturalistischen, dekorativen Malstil und verband ihn erfolgreich mit den Elementen der Literatenmalerei, die er von Buson gelernt hatte. Nach Ōkyos Tod im Jahre 1795 führte Goshun ein eigenes Studio, das sich an der Shijō-Straße in Kyoto befand und seiner Schule ihren Namen gab, der Shijō-Schule.