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Ident. Nr.: I. 3625

ObjID: obj:1910868

Details (Expert)

Datierung
16. Jahrhundert
Datierung engl.: 16th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Abmessungen
Höhe: 10 cm
Durchmesser: 16 cm
Gewicht: 917 g

Objektbeschreibung

Getriebener, geschmiedeter und genieteter Helm mit vergoldetem Dekor. Der halbkugelförmige Helm ist reich verziert: umlaufend um den Rand ist in Vergoldung die letzte Sure des Koran aufgetragen (Sure 114); unterhalb der Spitze findet sich ein zweites Inschriftenband mit der Sure 109. Zwischen den beiden Schriftfriesen sind Medaillons mit floralem Dekor und weitere Inschriften zu erkennen. Der bewegliche Nasenschutz ist auffallend lang. Die Spitze des Helms und die beiden Federhülsen, in die Agraffen oder Federn gesteckt wurden, fehlen. Von ihnen sind nur der verzierte Aufsteckschuh sowie die angenieteten rosettenförmigen Ansätze erhalten. Die ursprünglich vierzipfelige Brünne (Hals- und Nackenschutz) ist aus großen und dicken Ringen gearbeitet. Diese Art von mützenförmigen Helmen wird Kulah Chud genannt, persisch für „Mützenhelm“.
Die Koranverse, häufig zusammen mit Anrufungen Gottes, sollten den frommen Krieger schützen und ihm Stärke verleihen.

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.