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Ident. Nr.: I. 3626

ObjID: obj:1910869

Details (Expert)

Datierung
18./19. Jahrhundert
Datierung engl.: 18th - 19th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Material / Technik
Eisen, Gold, getrieben, genietet, vergoldet
Abmessungen
Höhe: 19,5 cm
Durchmesser: 20 cm
Gewicht: 1118 g

Objektbeschreibung

Getriebener Helm aus Eisen mit vergoldetem und durchbrochenem Dekor; genietet. Den unteren Rand des mützenförmigen Helms nimmt ein breites vergoldetes Stirnband ein, das mit dem sogenannten Thronvers aus der Koransure 2 verziert ist. Ihm wird eine besondere Schutzfunktion zugesprochen. Das breite Mittelfeld darüber ist in vierundzwanzig untergliederte und reich verzierte Segmente geteilt. Der Dekor ist in arkadenartige, versetzte Bögen gegliedert, die mit vergoldeten Ranken, Zypressen und Blüten verziert sind. Diese werden teilweise von geometrischen Mustern eingefasst. Drei Federhülsen sind mit ebenfalls reich verzierten Laschen in Palmettform angenietet. Die Helmspitze fehlt; nur der kegelförmige, hohe Aufsteckschuh ist erhalten geblieben, der mit einem goldenen Rautenmuster verziert ist. Vom beweglichen Nasenschutz ist nur noch die angenietete Führungslasche vorhanden; auch die Brünne (Hals- und Nackenschutz) fehlt.
Diese Art von Helmen wird auf Grund ihrer Form Kulah Khud genannt, persisch für „Mützenhelm“.
Die Koranverse, häufig zusammen mit Anrufungen Gottes, sollten den frommen Krieger schützen und ihm Stärke verleihen.
Bei der Dekortechnik des Tauschierens werden dünne Metalldrähte, z.B. aus Silber, Kupfer oder wie hier Gold, in vorgegebenen Mustern in das zu verzierende Objekt eingehämmert.

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.