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Ident. Nr.: I. 1010

ObjID: obj:1912801

Details (Expert)

Datierung
1101 - 1600
Datierung engl.: 12th - 16th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Russische Föderation,
Land
Abmessungen
Höhe: 3,5 cm
Durchmesser: 2,3 cm
Gewicht: 19 g

Objektbeschreibung

Gegossener Fingerhut mit graviertem/ziseliertem Dekor. Das kleine, spitz zulaufende Objekt ist außen mit zahlreichen vertieften Punkten versehen. Der untere Rand ist glatt belassen und mit einer geraden Punktreihe sowie einer Zickzackreihe verziert.
Derartige Fingerhüte sind ab dem 12. Jahrhundert nachzuweisen. Ihre Form und ihr Dekor werden als aus dem islamischen Kulturkreis stammend angesehen; sie sind weit verbreitet und wurden auch in Europa gefunden. Vielleicht wurde ein so massiver Fingerhut zum Nähen von Leder oder schwerem Tuch verwendet.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.