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Ident. Nr.: 1935,205

ObjID: obj:1937485

Details (Expert)

Datierung
2. Hälfte 19. Jahrhundert
Datierung engl.: 2nd half of the 19th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Türkei,
Land
Provenienz
Wilhelm Elvers, Wiesbaden (Teppichhaus Elvers & Pieper),
429271
Übereignung: Dresdner Bank, Filiale Wiesbaden,
bis 15.8.1935
Kauf: Reichsfinanzministerium und Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung,
ab 15.8.1935
Abmessungen
Höhe: 144 cm
Breite: 100 cm
Erwerbung
1935 vom Preußischen Staat aus den Kunst-Beständen der Dresdner Bank angekauft und an die Staatlichen Museen zu Berlin überwiesen, Vorbesitz Wilhelm Elvers, Wiesbaden

Objektbeschreibung

Vollständiger Medaillon-Teppich. Der helle Grund ist dicht mit kleinen Blattformen bedeckt. Darauf liegt ein schmales Rechteck, in dem stilisierte Pflanzen die vier Ecken füllen. Das Mittelfeld zeigt ein stark stilisiertes zentrales Medaillon mit einer Blüte in einer Raute und zwei Blüten als Anhänger oben und unten. Die Zwickel sind mit stilisierten Blüten und Blättern gefüllt, die Querbänder mit Wolkenbändern. Die Hauptbordüre ist mit blütengefüllten Dreiecken auf hellem Grund besetzt. Die Nebenbordüre zeigt eine einfache umlaufende Wellenranke mit stilisierten Blattformen. Der Teppich wird der westanatolischen Stadt Gördes zugeordnet; sein Vorbild sind Teppiche wie I. 1/61.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.