Max Liebermann
Ident. Nr.: FNG 211/14
ObjID: obj:1939325
Erworben durch die Freunde der Nationalgalerie aus Mitteln der Erbschaft von Manuela Müller
n/a
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1926
- Provenienz
- Nachlass Ernst Ludwig Kirchner, Kunstmuseum Basel,
1938 - mind. 1948Galerie Großhenning, Düsseldorf,
1956Privatbesitz USA,
396128Paul Kantor Gallery, Beverly Hills, Kalifornien,
1957Lynn G. Fayman, The Art Center of La Jolla, Kalifornien,
1958Galerie Pels Leusden, Berlin,
1985Privatstiftung, Deutschland,
1988–15.5.2014 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 80 x 70 cm
- Erwerbung
- 2014 Ankauf von einer Privatstiftung über Neher Kunsthandel GmbH, Essen, mit Mitteln des Vereins der Freunde der Nationalgalerie (Erbschaft Manuela Müller)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1939325
Objektbeschreibung
Von Dezember 1925 bis März 1926 unternahm Kirchner eine Reise durch Deutschland, die ihn von Davos über Frankfurt am Main, Chemnitz und Dresden nach Berlin führte. Neben familiären Besuchen pflegte er vor allem seine Kontakte zu Kunsthändlern und Museumsleuten und suchte nach Möglichkeiten, seine Kunst auszustellen. In Berlin besuchte er auch Max Liebermann (1847–1935), der seit 1920 Präsident der Akademie der Künste war, in dessen Atelier am Pariser Platz 7. Liebermann hatte sich bereits 1922 für die Aufnahme Kirchners in die Akademie ausgesprochen (welche erst 1931 erfolgte), bei dem Treffen wurden vermutlich Details zu Kirchners Teilnahme an der Frühjahrsausstellung der Akademie besprochen. „Ich war beim alten Liebermann, der doch schon sehr alt wird und kaum mehr im Getriebe viel mitsprechen kann. Er ist komisch eitel, aber er hat natürlich die Weisheit des Alters“ (Ernst Ludwig Kirchner an Gustav Schiefler, in: Wolfgang Henze [Hrsg.], Ernst Ludwig Kirchner – Gustav Schiefler. Briefwechsel 1910–1935/1938, Stuttgart/Zürich 1990, S. 397, Nr. 339). Im Gemälde, das nach Kirchners Rückkehr in Davos nach zwei Skizzen (Ernst Ludwig Kirchner. Hieroglyphen, Ausst.-Kat. Nationalgalerie, Berlin, 2016, Abb. S. 169 f.) entstand, zeigt er den Künstlerkollegen im großbürgerlichen Ambiente mit Flügel und schwerem Teppich. Liebermanns Silhouette ist fast monochrom verdichtet und hebt sich vor dem ornamental zusammengefassten Hintergrund ab. Eine würdevolle Ruhe ergibt sich aus der Komposition selbst, zugleich wirkt der alte Impressionist auch einsam und isoliert. | Janina Dahlmanns
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de