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Ident. Nr.: Kt I. 419

ObjID: obj:2005355

Details (Expert)

Datierung
201 - 600
Datierung engl.: 3rd - 6th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Irak,
Land
Fundort: Ktesiphon,
Ort
Abmessungen
Höhe: 26,3 cm
Breite: 24,5 cm
Tiefe: 18,5 cm

Objektbeschreibung

Große bauchige Pilgerflasche aus braunbeiger, drehscheibengefertigter Irdenware mit appliziertem Hals und Henkelschlaufen auf der Schulter. Die Mündung ist abgebrochen. Der aus zwei Teilen gefertigte Körper war sorgfältig geglättet und auf beiden Seiten mit zwei eingedrehten Riefen um den Rand und einem Kreisdekor aus Doppellinien im Zentrum versehen. Die Oberflächen der Schulterzonen wurden nachträglich mit dicht nebeneinander eingehackten Kerben aufgeraut. Ob sie die Handhabung erleichtern sollten oder der Grundierung eines Überzuges dienten, ist unklar. Eine seitliche Beschädigung scheint nachträglich mit Ton geflickt und Asphalt versiegelt worden zu sein. Die Flasche wurde bei den Ausgrabungen im östlichen Stadtgebiet Ktesiphons gefunden. Eine genaue Lokalisierung ist nicht bekannt.

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.