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Ident. Nr.: KtW 357

ObjID: obj:2010042

Details (Expert)

Datierung
2. Jahrhundert
Datierung engl.: 2nd century
Dynastie: Parther
Dynastie - engl.: Parthians
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Irak,
Land
Fundort: Ktesiphon,
Ort
Material / Technik
Irdenware, geformt, modelgeformt, gebrannt
Abmessungen
Höhe: 13,8 cm
Breite: 5,3 cm
Tiefe: 8,8 cm

Objektbeschreibung

Fragmentierte spätparthische Terrakotte in Form eines Reiters. Sie kann als Votivgabe oder Bestandteil eines Grabinventars gedient haben. Der auf einem Pferdchen aufgesetzte Oberkörper mit ehemals fein modelliertem Gesicht mit noch erkennbarer Augenpartie, einer aufgestellten, einer phrygischen Mütze ähnlichen Kopfbedeckung oder Spitzmütze und von den Schultern herabhängenden, die Arme akzentuierenden Gewandfalten wurde in einem Model hergestellt. Das Pferd ist dagegen aus einem Tonwulst mit stämmigen Beinen frei geformt. Die Schnauze schmiegt sich eng an den Hals, der Kamm ist hoch aufgestellt. Die Körper der Figuren sind mit groben Fingerkniffen an einander gesetzt, beim oxidierenden Brand entstanden in diesem Bereich Schwundrisse im Material. Der Reiter wurde im Rahmen der Ktesiphon-Grabungen im Süden des Qasr bint al-Qadi bei der Anlage eines langen Schnittes durch das nördliche Ende einer Landzunge im oberen Schutt des südlichen Schnittbereichs geborgen.

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.