Logo

Ident. Nr.: I. 631

ObjID: obj:2016588

Details (Expert)

Datierung
1296
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Ägypten,
Land
Abmessungen
Höhe: 18,7 cm
Breite: 14,4 cm
Tiefe: 1,2 cm

Objektbeschreibung

Polygonale Holzfüllung aus einem Minbar (Kanzel), der sich in der Ibn-Tulun-Moschee in Kairo befand. Auf verschiedenen Ebenen sind mehrere Rankensysteme mit Palmetten und Palmettblättern zu erkennen. Die dunkle Farbe ist durch einen im 19. Jahrhundert hinzugefügten Wachsüberzug entstanden, wobei auch die Rahmung wohl aus dieser Zeit stammt. Das Objekt gehörte mit einer Reihe weiterer ähnlicher Objekte (I.627- I.633, I.636 I.663-I.666, I.5617) zu einem Minbar, der als Ladjin-Minbar bekannt ist. Hunderte von polygonalen Füllungen dekorierten seine zwei Seiten und bildeten somit ein geometrisches Muster. Einige dieser Stücke weisen Farbreste auf, wobei nicht klar ist, ob es sich um eine originale, oder später hinzugefügte Bemalung handelt.
Nach der Restaurierung der Moschee hatte der mamlukische Sultan al-Mansur Ladjin (gest. 1299), den Minbar gestiftet. Eine Inschrift wies seinen Namen mitsamt Erbauungsdatum auf.

Letzte Aktualisierung: 03.11.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.