Logo

Ident. Nr.: KtW 72

ObjID: obj:2019893

Details (Expert)

Datierung
13./14. Jahrhundert
Datierung engl.: 13th - 14th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Irak,
Land
Fundort: Ktesiphon,
Ort
Abmessungen
Höhe: 3,4 cm
Breite: 10,7 cm

Objektbeschreibung

Bodenfragment einer kleinen halbkugelförmigen Schale mit als zylindrischem Fuß ausgebildeten Standring aus hellbeiger Quarzfritte. Die kalottenförmige Wandung wird einen unprofilierten Rand als oberen Abschluss besessen haben. Innen wie außen ist die Wandung mit einem radialen Dekor aus sich abwechselnden blauen und schwarzen Streifen in transparenter farbloser Glasur bemalt. Innen enden die Streifen auf einem den Schalenboden umfassenden blauen Kreis. Ein weiterer dicker Kreis mit fleckigem, unter der gelblich irisierend oxidierten Glasur nicht genau erkennbarem Binnendekor ist auf dem Bodenspiegel aufgemalt. Anguss, Bemalung und Glasur enden außen oberhalb des Standringes, der wie die Unterseite des Bodens unglasiert blieb. Die Form scheint ostasiatischen Vorbildern entlehnt und ist auch bei Seladon-Gefäßen anzutreffen. Vergleichbare Gefäße sind aus Produktionszentren wie Kaschan bekannt. Das Fragment fand sich während der Ktesiphon-Grabungen im Bereich des sogenannten Pulvermühlenhügels im oberflächennahen Schutthorizont bei Baruda.

Letzte Aktualisierung: 24.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.