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Heilige Familie mit Johannesknaben

Ident. Nr.: 1885,827

ObjID: obj:2020691

Details (Expert)

Beteiligte
zugeschrieben: Giuseppe Mazza (1653 - 1741),
Bildhauer*in
Datierung
Anfang 18. Jahrhundert
Material / Technik
gebrannter Ton
Abmessungen
Höhe: 70 cm

Objektbeschreibung

Die am oberen Rand geschweifte Reliefdarstellung der Heiligen Familie mit dem Johannesknaben unter einem von Engeln bevölkerten Himmel wird Giuseppe Mazza oder seiner Werkstatt zugeschrieben. In engstem Zusammenhang mit diesem Werk muss ein Terrakottarelief mit der Flucht aus Ägypten entstanden sein, das sich früher im Besitz des bekannten britischen Kunsthistorikers und Möbelkenners Sir Francis Watson (1907–1992) befand. Nicht nur der Stil der Figuren, auch ihr Verhältnis zum gleichsam malerisch behandelten Reliefgrund, die individuellen Physiognomien und selbst Details der Kleidung wie die Art der Darstellung der Sandalenschnürungen entsprechen einander so weitgehend, dass die Zusammengehörigkeit beider Arbeiten außer Frage zu stehen scheint. LL

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Rastender Herkules (Modellnummer 382)

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Herkules ist an seinen Attributen, der lorbeerblattumrankten Keule und dem Löwenfell, zu identifizieren. Er wendet den Kopf nach links und nimmt so gewissermaßen Kontakt auf zu seiner weiblichen Pendantfigur, "Venus im Muschelwagen". Im Bestand des Kunstgewerbemuseums sind beide Figuren, in jeweils unterschiedlichen Größen, als weiß glasierte (Herkules, Inv. Nr. DM 8) bzw. staffierte Versionen (Venus, Inv. Nr. O-1990,94) vorhanden.Bei der hier besprochenen Herkulesfigur handelt es sich um ein nur schrühgebranntes Exemplar, das vermutlich wegen der Brandrisse, v.a. am Sockel unterhalb des rechten Fußes, nicht in den Glasurbrand gegeben wurde. Abgesehen vom Scherben ist auch der geringe Größenunterschied zur glasierten Version von nur einem Zentimeter ein Indiz dafür, dass es sich nicht um das Tonmodell handelt, das bei einer Schwindung des Porzellans von 16-22 % größer sein müsste. An der detaillierten, fast überzeichneten Oberflächenmodellierung ist zu erkennen, dass der Entwerfer, Wilhelm Christian Meyer (1726-1786), die Verschleifung der Details durch die Glasur einkalkulierte. Wilhelm Christian war ambitionierter Bildhauer und Schüler seines Bruders Friedrich Elias Meyer (1723/24 - 1785). Letzterer war Modellmeister bei der KPM und holte seinen jüngeren Bruder 1766 an die Berliner Porzellanmanufaktur.Weiterführende Informationen sind zu finden in: Dorothee Heim, Die Berliner Porzellanplastik und ihre skulpturale Dimension 1751-1825. Der Sammlungsbestand des Kunstgewerbemuseums Staatliche Museen zu Berlin (=Bestandskatalog XXVI. des Kunstgewerbemuseums SMB), Berlin, Regensburg 2016, S. 307-309, Kat.Nr. 41; Claudia Kanowski, in: C.Kanowski / L. Lambacher: Tönerne Welten. Figürliche Keramik aus sechs Jahrhunderten. Eine Bestandsaufnahme im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin, Sonderdruck aus: Keramos (2015/I), Heft 227, S. 24-27, Abb. S. 26.ClKa