Logo

Koptisches Ostrakon mit einer Liste von Fleisch- und Fischsorten

Ident. Nr.: P 12240

ObjID: obj:2035086

Details (Expert)

Beteiligte
Otto Rubensohn (24.11.1867 - 9.8.1964),
Grabungsleiter*in
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 6,9 x 7,8 x 0,8 cm

Objektbeschreibung

Liste von Fleisch- und Fischsorten, fragmentarisch, wahrscheinlich eine Liste von unterschiedlichen Nahrungsmitteln. Die Mengen fehlen auf der rechten Seite.
Die Schriftweise ist eher koptisch, aber die erhaltenen Wörter sind griechisch: Lehnwörter oder eine Liste auf griechisch?

A. Hasznos

Ostraka sind ein sehr verbreitetes Schreibmaterial im Alten Ägypten. In der Regel sind dies Krugscherben, auf denen kurze Texte notiert wurden, wie beispielsweise Briefe, Listen, Abrechnungen oder Notizen. Dieses Ostrakon stammt von der Nilinsel Elephantine in Ägypten und wurde während der Ausgrabungen der damals Königlichen Museen durch Otto Rubensohn und Friedrich Zucker zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgegraben. Die hier verwendete Sprache und Schrift ist das sogenannte Koptische. Dabei handelt es sich um die späteste Sprachstufe des Altägyptischen, die in christlicher Zeit mit griechischen Buchstaben notiert wurde. Aus der ägyptisch-demotischen Kursivschrift entliehene Zusatzzeichen wurden ebenso hinzugefügt, um Laute abzubilden, die in der griechischen Schrift fehlen.

Wortliste, unklar ob Koptisch oder Griechisch, Wörter sind Griechisch, Schriftart eher Koptisch:
Schweinefleisch [
Fisch [
Fleisch [
vom Schaffleisch [
gesalzener Fisch [
Liste von Nahrungsmittel, im fehlenden Teil fehlen wahrscheinlich die Mengenangaben.

http://elephantine.smb.museum/record/ID100173
(V. Lepper / A. Hasznos)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).