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Kampfszene, Einführungsszene

Ident. Nr.: VA 00691

ObjID: obj:2061104

Details (Expert)

Datierung
2. Jahrtausend vor Christus
Material / Technik
Stein-Hämatit
Abmessungen
Höhe: 1,7 cm
Durchmesser: 0,9 cm

Objektbeschreibung

Die Abrollung des gut erhaltenen, sehr flüchtig geschnittenen Siegels zeigt eine Kampfszene mit drei Figuren und eine Beterfigur, die sich dieser Szene zuwendet. Im Zentrum der Kampfszene befindet sich eine Figur in der Haltung des sog. Knielaufs. Es sind - aufgrund der Flüchtigkeit der Darstellung - keinerlei Kleidungsdetails oder spezifische Attribute dieser Figur zu erkennen. Die Figur im Knielauf ist von zwei stehenden Figuren umgeben, die ihn mit Stock bzw. erhobener Hand zu bedrohen scheinen. Die rechts stehende Figur mit ihrem drohend erhobenem Arm trägt einen knielangen Rock, bei der links stehenden Figur sind außer den flachen, kappenförmigen Kopfbedeckung keine Kleidungsstücke sicher zu erkennen. Links neben der dreifigurigen Kampfzsene steht ein Beter, der einen langen Mantel trägt.
Links neben der Kampfszene ist eine Figur in einem langen Mantel zu erkennen. Diese Figur trägt ihr Haar im Nacken hochgesteckt und trägt auf dem Kopf eine einfache Hörnerkrone. Ihrer linke Hand erhebt sie vor ihrem Gesicht, die rechte stützt sie in die Hüfte. Es handelt sich bei dieser Gestalt um eine Göttin. Hinter ihr ist ein deutlich kleiner als sie dargestellter Mann in Schrittstellung dargestellt, der seine Hände vor der Brust verschränkt; vor ihr ist eine zweite noch kleinere männliche Figur zu erkennen, die in die Knie gebeugt dargestellt ist. Die beiden kleiner dargestellten, die Göttin flankierenden Figuren tragen Kappen als Kopfbedeckungen.
Die gesamte Darstellung ist auf einer einfachen dünnen Standlinie platziert.
[Anja Fügert]

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Vorderasiatisches Museum

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Esel-Liste für die Feldarbeit

Esel-Liste für die Feldarbeit

Im Rahmen der Grabungskampagne 1902/03 wurden 170 Keilschrifttafeln entdeckt, die Texte zur Viehverwaltung von Schuruppak (dem heutigen Fara) enthalten und damit einen wichtigen Einblick in die Wirtschaft dieser Region geben. Allein 93 Tafeln befassen sich mit Eseln, die hier gezeigte Liste stellt nach Inhalt, Form, Größe und Anzahl der Spalten – sieben auf der Vorderseite und acht auf der Rückseite – einen der umfangreichsten erhaltenen Texte zur Viehverwaltung dar.Der Text enthält einen Summenvermerk von Eseln für die Feldarbeit, wobei die Gesamtzahl der Tiere in Vierergespannen (Quadrigen) berechnet wird. Die Summe nennt 80 Quadrigen, also 320 Tiere, die für das Pflügen eingesetzt werden sollen. Auf dieser sowie auf weiteren 43 Tontafeln ist die Verwendung des Esels als Zugtier durch die Verbindung der Zeichen für Esel (sumerisch ANŠE) mit dem Wort für Pflugschar (sumerisch apin = ANŠE.apin „Pflugesel“) eindeutig belegt. Des Weiteren enthält die Liste Angaben zu Personen, die Esel erhalten oder zurückgegeben haben, sowie zu deren Berufen.Aus anderen Texten ist bekannt, dass sich die Tiere im Eigentum von Sud, dem Stadtgott von Schuruppak, beziehungsweise der Tempelverwaltung befanden.----The 1902/03 excavation campaign in Shuruppak (modern Fara) yielded 170 cuneiform tablets dealing with livestock management. 93 tablets deal with the administration of donkeys, used as plough animals as proved by the association of the signs for donkey (Sumerian ANŠE) and the word for ploughing (Sumerian apin = ANŠE.apin, 'plough donkey').With seven columns on the front and eight on the back the tablet VAT9079 features one of the most extensive surviving texts on livestock management.The text summarises the number of donkeys rented for the fieldwork - 320 in total - calculated in teams of four (quadrigae). The list also contains information about the individuals who rented or returned the donkeys, such as their names and professions. The costs associated with the loan of the animals were the responsibility of the borrowers, who were required to either pay the rent or provide compensation in the form of work for the temple.The donkeys were the property of Sud, the city god of Shuruppak, represented on earth by the temple administration. The temple was one of the institutions responsible for the city administration.(A.Valsecchi Gillmeister)