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Adorationsszene

Ident. Nr.: VA 00542

ObjID: obj:2064997

Details (Expert)

Datierung
1. Hälfte 2. Jahrtausend vor Christus
Periode: Altbabylonisch
Material / Technik
Stein-Hämatit
Abmessungen
Höhe: 3 cm
Durchmesser: 1,7 cm

Objektbeschreibung

Die Abrollung des leicht konkaven und besonders sorgfältig gearbeiteten Siegels zeigt die Anbetung der sog. Kriegerischen Ischtar. Rechts steht die Göttin Ischtar - die Göttin des Krieges und der Sexualität. Ihr Oberkörper ist frontal dargestellt, sie stützt ihren rechten Fuß auf einem sehr kleinen Löwen auf. In der rechten Hand hält sie eine Doppellöwenkeule, in der linken ein Krummschwert. Hinter ihren Schultern ragen Pfeilköcher hervor. Vor ihr stehen (von rechts nach links) ein Beter, eine fürbittende Göttin sowie ein sog. Gottkönig als Krieger. Der bärtige Beter im langen, geschlitzten Rock bietet der Göttin ein Opfertier, ein Lamm oder Zicklein, dar. Die Göttin hinter dem Beter trägt ein langes Falbelgewand und erhebt beide Hände fürbittend vor ihrem Antlitz. Der Gottkönig hinter ihr trägt einen knielangen Rock und ein über die Schulter gelegtes Schaltuch. Er ist mit einer Keule bewaffnet. Neben der vierfigurigen Szene befindet sich eine dreizeilige Legende, die den Siegelbesitzer nennt. [Anja Fügert]

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Vorderasiatisches Museum

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Esel-Liste für die Feldarbeit

Esel-Liste für die Feldarbeit

Im Rahmen der Grabungskampagne 1902/03 wurden 170 Keilschrifttafeln entdeckt, die Texte zur Viehverwaltung von Schuruppak (dem heutigen Fara) enthalten und damit einen wichtigen Einblick in die Wirtschaft dieser Region geben. Allein 93 Tafeln befassen sich mit Eseln, die hier gezeigte Liste stellt nach Inhalt, Form, Größe und Anzahl der Spalten – sieben auf der Vorderseite und acht auf der Rückseite – einen der umfangreichsten erhaltenen Texte zur Viehverwaltung dar.Der Text enthält einen Summenvermerk von Eseln für die Feldarbeit, wobei die Gesamtzahl der Tiere in Vierergespannen (Quadrigen) berechnet wird. Die Summe nennt 80 Quadrigen, also 320 Tiere, die für das Pflügen eingesetzt werden sollen. Auf dieser sowie auf weiteren 43 Tontafeln ist die Verwendung des Esels als Zugtier durch die Verbindung der Zeichen für Esel (sumerisch ANŠE) mit dem Wort für Pflugschar (sumerisch apin = ANŠE.apin „Pflugesel“) eindeutig belegt. Des Weiteren enthält die Liste Angaben zu Personen, die Esel erhalten oder zurückgegeben haben, sowie zu deren Berufen.Aus anderen Texten ist bekannt, dass sich die Tiere im Eigentum von Sud, dem Stadtgott von Schuruppak, beziehungsweise der Tempelverwaltung befanden.----The 1902/03 excavation campaign in Shuruppak (modern Fara) yielded 170 cuneiform tablets dealing with livestock management. 93 tablets deal with the administration of donkeys, used as plough animals as proved by the association of the signs for donkey (Sumerian ANŠE) and the word for ploughing (Sumerian apin = ANŠE.apin, 'plough donkey').With seven columns on the front and eight on the back the tablet VAT9079 features one of the most extensive surviving texts on livestock management.The text summarises the number of donkeys rented for the fieldwork - 320 in total - calculated in teams of four (quadrigae). The list also contains information about the individuals who rented or returned the donkeys, such as their names and professions. The costs associated with the loan of the animals were the responsibility of the borrowers, who were required to either pay the rent or provide compensation in the form of work for the temple.The donkeys were the property of Sud, the city god of Shuruppak, represented on earth by the temple administration. The temple was one of the institutions responsible for the city administration.(A.Valsecchi Gillmeister)