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Zoomorpher Anhänger in Form eines Doppelfisches

Ident. Nr.: VA 11032

ObjID: obj:2101702

Details (Expert)

Datierung
3500‒2900 vor Christus
Periode: Späte Uruk-Zeit / Dschemdet Nasr-Zeit
Geografische Bezüge
Uruk,
Vorderasien
Material / Technik
Stein
Abmessungen
Höhe: 2,2 cm
Breite: 3,4 cm
Dicke: 0,6 cm

Objektbeschreibung

Der aus einem weißen, kreidigen Stein gefertigte Anhänger besitzt die Gestalt von zwei gespiegelten, nahezu identischen Fischen. Die Spiegelachse stellt ihre flache Bauchseite dar, sodass sich Kopf, Brust-, Bauch- und Afterflosse direkt gegenüberstehen und berühren. Aus der Symmetrie der beiden Fische ergibt sich die Form eines Ovals. Die Mäuler sind jeweils etwas geöffnet. Die leicht beschädigten Enden der Schwanzflossen laufen in einem Bogen aufeinander zu und bildeten eine Öse. Zudem war das Schmuckstück an der Berührungsstelle der beiden Fische von den Mäulern bis zu den Schwanzflossen durchbohrt und konnte somit sowohl horizontal als auch durch die Öse aufgefädelt werden. Die Oberfläche ist fein ausgearbeitet. Die Schuppen wurden in Form eines Rautenmusters in den Stein geschnitten und überspannen beide Fischkörper. Die Köpfe und Schwänze der beiden Fische sind durch eingekerbte Bänder abgesetzt. Die kreisrunden Augen mit Pupillen sind tief eingearbeitet, sodass sie dunkle Schatten werfen und intensiver erscheinen.

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Vorderasiatisches Museum

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Esel-Liste für die Feldarbeit

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Im Rahmen der Grabungskampagne 1902/03 wurden 170 Keilschrifttafeln entdeckt, die Texte zur Viehverwaltung von Schuruppak (dem heutigen Fara) enthalten und damit einen wichtigen Einblick in die Wirtschaft dieser Region geben. Allein 93 Tafeln befassen sich mit Eseln, die hier gezeigte Liste stellt nach Inhalt, Form, Größe und Anzahl der Spalten – sieben auf der Vorderseite und acht auf der Rückseite – einen der umfangreichsten erhaltenen Texte zur Viehverwaltung dar.Der Text enthält einen Summenvermerk von Eseln für die Feldarbeit, wobei die Gesamtzahl der Tiere in Vierergespannen (Quadrigen) berechnet wird. Die Summe nennt 80 Quadrigen, also 320 Tiere, die für das Pflügen eingesetzt werden sollen. Auf dieser sowie auf weiteren 43 Tontafeln ist die Verwendung des Esels als Zugtier durch die Verbindung der Zeichen für Esel (sumerisch ANŠE) mit dem Wort für Pflugschar (sumerisch apin = ANŠE.apin „Pflugesel“) eindeutig belegt. Des Weiteren enthält die Liste Angaben zu Personen, die Esel erhalten oder zurückgegeben haben, sowie zu deren Berufen.Aus anderen Texten ist bekannt, dass sich die Tiere im Eigentum von Sud, dem Stadtgott von Schuruppak, beziehungsweise der Tempelverwaltung befanden.----The 1902/03 excavation campaign in Shuruppak (modern Fara) yielded 170 cuneiform tablets dealing with livestock management. 93 tablets deal with the administration of donkeys, used as plough animals as proved by the association of the signs for donkey (Sumerian ANŠE) and the word for ploughing (Sumerian apin = ANŠE.apin, 'plough donkey').With seven columns on the front and eight on the back the tablet VAT9079 features one of the most extensive surviving texts on livestock management.The text summarises the number of donkeys rented for the fieldwork - 320 in total - calculated in teams of four (quadrigae). The list also contains information about the individuals who rented or returned the donkeys, such as their names and professions. The costs associated with the loan of the animals were the responsibility of the borrowers, who were required to either pay the rent or provide compensation in the form of work for the temple.The donkeys were the property of Sud, the city god of Shuruppak, represented on earth by the temple administration. The temple was one of the institutions responsible for the city administration.(A.Valsecchi Gillmeister)