Logo

Teile eines Tafelaufsatzes in Tempelform

Ident. Nr.: 1927,4

ObjID: obj:2293394

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Königliche Porzellanmanufaktur Meißen (seit 1710),
Porzellanmanufaktur
Datierung
um 1750
Abmessungen
Höhe: 36 cm (Baldachin mit Blumen)
Höhe: 26,7 cm (Säule)
Höhe: 26,6 cm (Säule)
Höhe: 27,3 cm (Baldachin)
Höhe: 78 cm (Gesamthöhe des nicht mehr erhaltenen kompletten Tafelaufsatzes)

Objektbeschreibung

Von dem kompletten, im Zweiten Weltkrieg stark beschädigten Tafelaufsatz sind nur noch die durchbrochen gearbeitete Baldachinkuppel aus Porzellan mit bronzemontierter Bekrönung aus fein modellierten und bemalten Porzellanblüten sowie zwei Säulen ohne Kapitelle erhalten geblieben. Ursprünglich bestand der Aufsatz aus einem vierseitigen Tempel mit rocailleartig geschwungenen Doppelsäulen und darauf der Baldachinkuppel mit Blumenbekrönung. Als Vorbild diente offenbar ein Stich von Juste Aurèle Meissonnier. Solche architektonischen Tafelaufsätze waren Teil einer aufwändigen Tischdekoration während des Dessertgangs. Der im Inventarbuch erfolgten Zuschreibung an Johann Joachim Kaendler folgt Stefan Bursche in seinem 1980 erschienenen Bestandskatalog zum Meißener Porzellan des Kunstgewerbemuseums nicht.
Von dem kompletten Aufsatz existiert im Archiv des Kunstgewerbemuseums ein Foto, das zwischen 1927, dem Erwerbungsjahr, und 1945 entstanden ist, also während der Zeit, als sich das Kunstgewerbemuseum im Berliner Stadtschloss befand ("Schloßmuseum"). Im Zentrum der Tempelarchitektur ist auf dem Foto die Figur einer thronenden Minerva zu sehen, die ebenfalls zu den Kriegsverlusten gehört (Inv. Nr. 1890,109). Die Minerva gehörte jedoch vermutlich nicht ursprünglich zu dem Tafelaufsatz, zumal sie eine andere Provenienz aufweist: Sie wurde bereits 1890 aus Pariser Privatbesitz für das Kunstgewerbemuseum erworben, während der Tempel 1927 aus Berliner Privatbesitz ankauft wurde.
CLKA

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

Weitere Objekte aus den Sammlungen