Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1984
- Provenienz
- Prof. Dr. Wolf-Dieter Dube,
2017 - Material / Technik
- Stahl
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 21,2 x 5,5 x 5,5 cm (inkl. Plinthe)
- Erwerbung
- 2017 Schenkung aus dem Nachlass Wolf-Dieter Dube
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2305273
Objektbeschreibung
Koenigs Werk „Janus“ ist das kleinformatige Modell für die Skulptur „Großer Janus“ (NG 10/98), die heute an der Sigismundstraße zwischen Neuer Nationalgalerie und Kunstbibliothek steht. Sie ist ein Beispiel für das von Koenig häufig verwendete Verfahren, Werke in verschiedenen Größenverhältnissen zu wiederholen. Auf einer Plinthe positionierte er zwei Stahlpfeiler versetzt zueinander, die an ihrer Verbindungsstelle nahtlos ineinander übergehen. Auf der jeweils entgegengesetzten Seite auf einem Vorsprung befindet sich ein langer Stab mit einem darüber in den Raum reichenden Zylinder an den Pfeilern. Diese rhythmisierend wirkende Kombination geometrischer Formen ist spiegelsymmetrisch angelegt und vermittelt den Eindruck zweier voneinander abgewandter Gesichter. Eine inhaltliche Verbindung zur formalen Symmetrie offenbart bereits der Titel des Werkes. Der Gott Janus, der zu den ältesten Gottheiten der römischen Mythologie zählt, steht für Anfang und Ende. Er wird traditionell als Doppelgesicht dargestellt, das vorwärts und rückwärts blickt und damit ein Sinnbild für Vergangenheit und Zukunft ist. Das doppelköpfige Motiv nahm Koenig in seiner abstrahierten Skulptur auf. Die sich darin widerspiegelnde Auseinandersetzung mit Leben und Tod, die mit Themen wie Ambivalenz, Gleichzeitigkeit und Veränderung Form annahm, , gehört zu den Hauptthemen des Künstlers. | Stefanie Meisgeier
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de