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Tod und Mädchen

Ident. Nr.: NG 17/17

ObjID: obj:2305276

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Fritz Koenig (1924 - 2017),
Künstler*in
Datierung
1976
Weitere Titel
Sammlungstitel: Tod und Mädchen
Übersetzung: Death and the Maiden
Provenienz
Prof. Dr. Wolf-Dieter Dube,
2017
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 18,5 x 5 x 4,5 cm (mit Sockel)
Erwerbung
2017 Schenkung aus dem Nachlass Wolf-Dieter Dube

Objektbeschreibung

Koenigs kleinformatige Bronze „Tod und Mädchen“ spiegelt die komplexe Auseinandersetzung des Künstlers mit Grundthemen, zu denen Paarbeziehungen sowie die Vergänglichkeit zählten. Zwei abstrahiert dargestellte Figuren stehen eng beieinander auf einer quadratischen Plinthe. Links befindet sich eine Frau, deren langgezogene Gliedmaßen eine Linie bilden. Mit ihren kegelförmigen Armen versucht sie, ihren Körper zu verdecken, der jedoch von dem hinter ihr stehenden, skeletthaften Mann kraftvoll umfasst wird. Der darin personifizierte Tod reißt das Mädchen durch die Berührung ihrer Scham aus dem Leben. Ihre Gegenwehr und Angst äußern sich in der verschränkten Körperhaltung. In seiner Formensprache orientierte sich Koenig an Künstlern wie Alberto Giacometti und Wilhelm Lehmbruck. Von ihnen übernahm er das Stilmittel der überlangen Proportionen. Der Werktitel verweist auf ein seit dem 16. Jahrhundert immer wieder aufgegriffenes Motiv, das im Zusammenhang mit dem christlichen Bild vom Totentanz steht. Es thematisiert die komplexe Verbindung von Leben und Tod und zugleich den Kampf der Geschlechter. Dargestellt ist nicht nur die vergebliche Abwehr des Todes, sondern auch des männlichen Übergriffs, was das Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern verbildlicht. | Stefanie Meisgeier

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Bogenschützen

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Vier gespannte Bogen mit Pfeilen sind in dem nahezu abstrakt wirkenden Gemälde zu erkennen, auch die Körper der Bogenschützen und ihrer Pferde. Die Pfeile zielen auf ein Wildtier, das sich – offenbar schon getroffen, durchlöchert und blutend – auf dem Rücken wälzt. Wiederhold hat seine Bildidee in eine überbordende ornamentale Komposition übersetzt. Deren Farb- und Formfülle sowie das Motiv könnten ein ferner Reflex sein auf das 1909 entstandene „Bild mit Bogenschützen“ (The Museum of Modern Art, New York), das Wassily Kandinsky 1912 der Luxus- und Museumsausgabe des Almanachs „Der Blaue Reiter“ als handkolorierten Holzschnitt eingefügt hatte. In Wiederholds Gemälde verschmelzen Elemente von Futurismus, Orphismus, Art déco, russischer Folklore und Theater. Der als Ernst Walther Wiederhold geborene Künstler hatte 1924 ein Studium bei Cesar Klein in dessen Atelierklasse für dekorative Malerei und Bühnengestaltung an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin begonnen. Bereits im Juli 1925 erhielt er eine Einzelausstellung in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm. Stilistische Einflüsse für die „Bogenschützen“ dürften von im „Sturm“ vertretenen Künstlern ausgegangen sein, etwa von Robert Delaunay, Alexandra Exter, Michael Larionow oder der Werkstatt Hablik-Lindemann. Auch die theaterbezogenen Arbeiten von Léon Bakst, Fortunato Depero und Gino Severini hat Wiederhold vermutlich gekannt. Als durch den Nationalsozialismus die Verdienstmöglichkeiten für ihn entfielen, gab er sein künstlerisches Schaffen auf, ließ sich zum Buchhändler ausbilden und blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg bei diesem Beruf. | Dieter Scholz

Bauer, Weihwasser nehmend

Bauer, Weihwasser nehmend

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