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Puderrosa Abendensemble, Kleid mit Jacke

Ident. Nr.: 2005,UR 90 a,b

ObjID: obj:2306508

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Uli Richter (1926 - 2021),
Designer*in
Datierung
1962/63
Abmessungen
Länge: Kleid: 147 cm TW: 70 cm; SW: 136 cm
Länge: Jacke: 53 cm

Objektbeschreibung

Elegantes, puderrosa Abendensemble aus dem Besitz von Ebelin Bucerius. Es besteht aus einem ärmellosen, eng geschnittenen, langen Kleid mit Bateau-Ausschnitt und einer kurzen Jacke mit dreiviertellangen Ärmeln. Die Jacke ist, ebenso wie das Kleidoberteil und der Saum all-over bestickt mit Strass und Glasperlen. Kleid: langes ärmelloses Kleid mit rundem, halsfernem Ausschnitt. Aus fünf Teilen gefertigt, 3 vorn, 2 hinten. Abnäher in Brusthöhe, Hinten: Abnäher ab Taille nach oben. Der drei Bahnen Rock setzt bis auf die vordere Mitte leicht eingeriehen an der Taillennaht an. Oberhalb des Saumes eine 11 cm breite Stickereipasse wie auf Jacke und Oberteil. Sowohl der Rockoberstoff, als auch das Rockfutter sind zusätzlich mit feinem Organza abgefüttert. Das Kleid schließt hinten in der Mittelnaht mit einem 62 cm langen Reißverschluss und Haken und Öse am Halsausschnitt.
Jacke: kurze, leicht taillierte Jacke mit angeschnittenen dreiviertellangen Ärmeln und angesetztem Bund. Unter den Ärmeln eingesetzte Keile. Unterhalb der Brust eine nach oben gebogene Naht. Darunter ist die Jacke aus 8 kleinen Teilstücken gefertigt. Jacke schließt verdeckt, Kante an Kante, mit drei Haken und Ösen. Klappkragen mit tief herunter gezogenen Revers. Die Jacke ist vollständig bestickt. In jedem rosé Oval des Stoffs eine kleine Stickerei. CW/GK
Publiziert in: Uli Richter. Eine Berliner Modegeschichte, Kat. Nr. 48, S. 206

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Ovale Bildplatte mit dem Bildnis des Evangelisten Markus

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Ovale Bildplatte mit Blaumalerei. Dargestellt ist der Evangelist Markus, als bärtiger Mann, im Dreiviertelporträt. Er stützt seinen Kopf in die Linke, in der Rechten hält er ein Buch, sein Testament, in dem er liest. An seiner linken Seite erscheint sein Attribut, ein geflügelter Löwe. Am linken Rand der Platte ist ein Baum dargestellt, im Vordergrund Graswerk. Am Rand acht Ornamentmotive. Über der Figur der Schriftzug "St. MARCUS".Im Bestand des Kunstgewerbemuseums befinden sich insgesamt vier Evangelistenplatten (Inv. Nr. K 1571-1574). Zwei weitere, stilistisch verwandte Bildplatten im Bestand zeigen Porträts von zweien der drei Gründer der Nürnberger Fayencemanufaktur, Johann Conrad Romedi und Christoph Marx (Inv. Nr. K 1569 und K 1570), beide rückseitig in einer Inschrift von Georg Michael Tauber signiert und 1720 datiert - daher die Zuschreibung auch der Evangelistenplatten an Tauber. Während der deutsch-deutschen Teilung befanden sich die beiden Platten mit den Porträts der Firmengründer im Kunstgewerbemuseum Berlin-West und die vier Platten mit den Evangelisten im Kunstgewerbemuseum Berlin-Ost. Heute sind alle sechs Bildplatten in Schloss Köpenick, der Dependance des Berliner Kunstgewerbemuseum, gemeinsam ausgestellt. Evangelistenplatten (rechteckige) gehörten auch zum Repertoire der Dorotheenthaler Fayencemanufaktur. Möglicherweise lagen dieselben Stichvorlagen zugrunde.Lit.: Katalog KGM (Köpenick) 1988, S. 92, Text von Christiane Keisch; Silvia Glaser: Nürnberger Fayencen. Bestandskatalog GNM Nürnberg, 2017, S. 35f. (Abb. der Platten mit den Gründerporträts, Inv. Nr. K 1569, K 1570).ClKa

Teil vom Großen Silberbuffet aus dem Rittersaal des Berliner Schlosses

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Großes Handfass mit vasenförmigem Körper auf hochgewölbtem Glockenfuß. An den Seiten über weiblichen Maskarons zwei gedrehte Schlaufenhenkel. Der Zapfhahn unter einer Muschel als Maske mit Ausgussrohr. Am Hals des Gefäßes Scheibe mit dem kurbrandenburgischen Wappen zwischen zwei „Wilden Männern“. Zugehörig zur Wanne Inv. Nr. S 513, in welcher das Handfass hier steht.Die Kanne zählt zum Bestand des so genannten Großen Silberbuffets, welches sich bis zum Zweiten Weltkrieg im Berliner Schloss befand. Dabei handelt es sich um neun monumentale, aus Kannen und Becken bestehende Gießgarnituren, acht Kettenflaschen, zwei Kühlkessel, zwei Pastetenbüchsen sowie ein großes Handfass mit zugehöriger Wanne. Insgesamt umfasst das Buffet heute noch 33 prachtvolle vergoldete Silbergefäße, die überwiegend zwischen 1695 und 1698 auf Bestellung des Kurfürsten Friedrich III. in Augsburg, dem damaligen Zentrum der Goldschmiedekunst in Deutschland, hergestellt wurden.Das Ensemble war im Rittersaal des Berliner Schlosses als wandfester Teil der Innenarchitektur installiert: Während die Lavabogarnituren und die Kettenflaschen gegenüber dem Thron an der verspiegelten Wand angeordnet waren, standen die übrigen Gefäße in symmetrischer Anordnung auf einem Schanktisch davor. Das Große Silberbuffet war über Jahrhunderte gleichermaßen königliches Repräsentationsobjekt und Teil des brandenburgisch-preußischen Staatsschatzes. Von späteren Einschmelzungen blieb es auch deshalb nicht verschont. Der Schanktisch wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, die erhaltenen Gefäße sind heute in der Dependance des Kunstgewerbemuseums in Schloss Köpenick in einer der ursprünglichen Anordnung angenäherten Rekonstruktion wieder aufgebaut. LL