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Deckelpokal

Ident. Nr.: W-1960,9

ObjID: obj:2322209

Details (Expert)

Beteiligte
Datierung
um 1660/70
Geografische Bezüge
Material / Technik
Silber, getrieben, gegossen, ziseliert
Abmessungen
Höhe: 47,5 cm

Objektbeschreibung

Reich verzierter Becherpokal von gedrungener Gestalt. Der üppige, getriebene Blattdekor, der einige Hauptzonen des Pokals am Fuß, Gefäßkörper und Deckel ziert, wird von glatten Streifen, Profilen sowie von Zungen- und Lammellenbändern eingefaßt und in der Wirkung zurückgedrängt. Am oberen Teil der Cuppa in vier ovalen Feldern liegende weibliche Gestalten. Darunter ein Kranz von Löwenköpfen, vielleicht zum Anbringen von Zunftzeichen. Der Schaft und der Deckel werden durch aufgelegtes, durchbrochenes Blattwerk geschmückt. Der Pokal trägt die Marke I.AST (Mz. Rosenberg Nr. 1172), eines in Berlin (Bz. Berlin Rosenberg Nr. 1149) in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts tätigen Meisters (der hier 1658 den Bürgereid ablegt), für den mehrere Arbeiten gesichert sind.
Die Grundform dieses Pokals geht noch ins 16. Jahrhundert zurück, ebenso die figürliche Verzierung mit Reliefs und mit der bekrönenden Kriegerstatuette, deren Modell wohl auch älter sein dürfte. KP

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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