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Teller mit dem Wappen der Familie Romedi

Ident. Nr.: 1883,2020

ObjID: obj:2350098

Details (Expert)

Beteiligte
zugeschrieben: Johann Conrad Romedi (1704 - 1720),
Fayencemaler
Ausführung: Nürnberger Fayencemanufaktur (1712-1840),
Hersteller*in
Datierung
1716
Material / Technik
Fayence mit Inglasurmalerei
Abmessungen
Durchmesser: 26,5 cm
Höhe: 4,5 cm

Objektbeschreibung

Runder Teller mit Blaumalerei. Im Spiegel zwei Putten, die auf einem mit einer Behangdecke verzierten Postament sitzen. Sie halten einen Kartuschenrahmen, darin das Wappen der Familie Romedi und die Jahresangabe 1716. Neben dem Rahmen die Initalen S und R. Auf der Fahne Rankenwerk in geschweiftem Rahmen, der in den Spiegel hineinreicht. Auf der Unterseite drei Medaillons mit Blattranken. Marke: R.
Den jüngsten Forschungen von Silvia Glaser (2017) zufolge, könnte es sich um ein seltenes Beispiel einer eigenhändigen Arbeit von Johann Conrad Romedi handeln, wofür das "R" der Marke spricht. Im älteren Fayencebestandskatalog des Berliner Kunstgewerbemuseums (1976) wird das "R" als "Roßbach ?" gedeutet. Johann Conrad Romedi gehörte neben Christoph Marx und Heinrich Gottfried Hammon zu den drei "Krughändlern", die 1711 beim Rat der Stadt Nürnberg die Gründung einer Fayencefabrik beantragten. 1712 erfolgte die Gründung der Manufaktur. Im Bestand des Kunstgewerbemuseums befindet sich eine Kachel, die ebenfalls das Romedi-Wappen zeigt (Inv. Nr. 1881,829) und in einer umlaufenden Umschrift an den frühen Tod des Romedis im Jahr 1720 erinnert. Außerdem sind im Bestand zwei große Bildplatten aus Nürnberger Fayence mit den von Georg Michael Tauber gemalten Porträts des Johann Conrad Romedi und des Christoph Marx (Inv. Nr. K 1569, K 1570) vertreten. Möglicherweise verstarb Romedi mit 16 Jahren an den Folgen des Umgangs mit gesundheitsschädlichen Substanzen in der Fayencefabrik.
Lit.: Katalog KGM 1976, Fayencen, S. 74, Nr. 68; Silvia Glaser: Nürnberger Fayencen. Bestandskatalog GNM Nürnberg, 2017, S. 107, Abb. 30
ClKa

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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