Logo

Assis

Ident. Nr.: B UHP 2/13

ObjID: obj:2350190

Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin 2010
n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Hans Arp (1886 - 1966),
Künstler*in
Datierung
1937
Weitere Titel
Sammlungstitel: Assis
Sitzend
Übersetzung: Seated
Provenienz
Besitz des Künstlers,
1937-1966
Nachlass/Vermächtnis: Nachlass des Künstlers,
1966-1969
Kauf: Dominion Gallery,
1969-1989
Auktion: Hotel Drouot,
1989
Kauf: Jan Krugier,
1989-1998
Kauf: Privatsammlung,
1998-2003
Auktion: Sotheby's,
2003
Kauf: Ulla und Heiner Pietzsch,
2003-2010
Material / Technik
Kalkstein
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 29,5 x 44,5 x 18 cm
Erwerbung
2010 Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin

Objektbeschreibung

Arp gilt als Begründer der organischen Plastik, die sich in ihrer Formensprache an den Entstehungs- und Wandlungsprozessen der Natur orientierte. Seine Skulpturen, die er erst ab 1930 schuf, entwickelte der Künstler nicht nach einem Entwurf. Vielmehr waren sie das Resultat eines langen Arbeitsprozesses. So wächst aus einer bestehenden Form eine neue heran, entfaltet sich und verändert sich wieder. Fließende Konturen, sanfte Übergänge und sich wölbende Flächen bestimmen die Werke. Gleich den Wachstums-prozessen der Natur scheint für Arp der Schaffensprozess nie abgeschlossen gewesen zu sein, bergen seine Arbeiten doch immer die Möglichkeit zur weiteren Entwicklung oder Variation. So wohnen auch der aus Kalkstein gefertigten Skulptur „Sitzend“ die unterschiedlichsten Perspektiven inne. Diese entstehen nicht nur durch verschiedene Möglichkeiten der Aufstellung, sondern ebenso durch den jeweiligen Standpunkt der Betrachter:innen. Dadurch unterliegt die Skulptur einer andauernden Verwandlung. | Maike Steinkamp

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Bogenschützen

Bogenschützen

Vier gespannte Bogen mit Pfeilen sind in dem nahezu abstrakt wirkenden Gemälde zu erkennen, auch die Körper der Bogenschützen und ihrer Pferde. Die Pfeile zielen auf ein Wildtier, das sich – offenbar schon getroffen, durchlöchert und blutend – auf dem Rücken wälzt. Wiederhold hat seine Bildidee in eine überbordende ornamentale Komposition übersetzt. Deren Farb- und Formfülle sowie das Motiv könnten ein ferner Reflex sein auf das 1909 entstandene „Bild mit Bogenschützen“ (The Museum of Modern Art, New York), das Wassily Kandinsky 1912 der Luxus- und Museumsausgabe des Almanachs „Der Blaue Reiter“ als handkolorierten Holzschnitt eingefügt hatte. In Wiederholds Gemälde verschmelzen Elemente von Futurismus, Orphismus, Art déco, russischer Folklore und Theater. Der als Ernst Walther Wiederhold geborene Künstler hatte 1924 ein Studium bei Cesar Klein in dessen Atelierklasse für dekorative Malerei und Bühnengestaltung an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin begonnen. Bereits im Juli 1925 erhielt er eine Einzelausstellung in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm. Stilistische Einflüsse für die „Bogenschützen“ dürften von im „Sturm“ vertretenen Künstlern ausgegangen sein, etwa von Robert Delaunay, Alexandra Exter, Michael Larionow oder der Werkstatt Hablik-Lindemann. Auch die theaterbezogenen Arbeiten von Léon Bakst, Fortunato Depero und Gino Severini hat Wiederhold vermutlich gekannt. Als durch den Nationalsozialismus die Verdienstmöglichkeiten für ihn entfielen, gab er sein künstlerisches Schaffen auf, ließ sich zum Buchhändler ausbilden und blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg bei diesem Beruf. | Dieter Scholz