La grande Dame
Ident. Nr.: B UHP 99/13
ObjID: obj:2352031
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1937
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: La grande DameDie große DameÜbersetzung: The Great Lady
- Provenienz
- Kauf: Galerie Simon,
ab 1937Erwerbungsart ungeklärt: Galerie Louise Leiris,
spätestens 1957 bis mindestens 1985Erwerbungsart ungeklärt: Privatsammlung,
ohne DatumErwerbungsart ungeklärt: Galerie Palomar AG,
ohne DatumKauf: Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch,
2008-2010 - Material / Technik
- Mischtechnik auf Holz
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 37 x 28,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2352031
Objektbeschreibung
Ab Juli 1936 befand sich Spanien im Bürgerkrieg. Bevor Masson im November Tossa del Mar an der Costa Brava verließ, wo er zwei Jahren lang gelebt hatte, waren dort wieder Sandbilder entstanden (vgl. „Der Jäger“, B UHP 95/13). Motiv und Material des vorliegenden Bildes weisen auf das Meer als leben- und todbringendes Element hin. Zusammen mit den beiden vorausgegangenen Sandbildern „Brocéliande“ und „Empédocle“ (WVZ Ades/Masson 2010, 1937*22, *23) ergibt sich eine inhaltliche Einheit: Eine Waldfee und eine Wesenheit des Meeres flankieren Empedokles, den Philosophen, der sich in den Ätna stürzte. Brocéliande ist ein Zauberwald in der Bretagne, in dem nach der Artus-Legende die „Dame vom See“ Viviane den Zauberer Merlin in einen Weißdornbusch bannte. Empedokles war der Denker der vier Urstoffe („Rhizomata“), die sich durch Liebe und Feindschaft trennen und verbinden und so alles Existierende hervorbringen. Für Friedrich Nietzsche war er der Prototyp des „tragischen“ Menschen, der sich dem „wissenschaftlichen“ Sicherheitsdenken verweigert. Nietzsche sah den Sprung in den Krater nicht als Kapitulation, sondern als Ausdruck des Willens zum „großen Ja“, zum schöpferischen Leben bis in den persönlichen Untergang an (vgl. Friedrich Nietzsches „Schopenhauer als Erzieher“ von 1874). Die „Große Dame“ mit Vogelfedern, Muschel, Strandsand und Totenkopf verkörpert in diesem Sinne die zyklische und fruchtbare Verwobenheit der vier „Wurzeln“: Erde, Wasser, Feuer, Luft. | Kyllikki Zacharias
Letzte Aktualisierung: 08.06.2026
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Neue Nationalgalerie
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nng@smb.spk-berlin.de