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Nach dem Modell "Ruhender Knabe"

Ident. Nr.: DM 42

ObjID: obj:2385631

Details (Expert)

Beteiligte
zugeschrieben: Johann Peter Melchior (1747–1825),
Bildhauer*in
Ausführung: Höchster Porzellanmanufaktur (1746),
Hersteller*in
Datierung
um 1775
Abmessungen
Höhe: 7,5 cm
Länge: 13,5 cm

Objektbeschreibung

Auf einem ovalen Grassockel und einem faltenreich drapierten Laken liegt ein nackter kleiner Junge auf der Seite, fast bäuchlings. Seinen Kopf hat er auf das Kissen gebettet, der rechte Arm ist vor der Brust angewinkelt, die Augen sind geöffnet. Auf der Unterseite befindet sich die Höchster Radmarke in Unterglasurblau.
Im Bestand des Kunstgewerbemuseums wird ein von Johann Peter Melchior signiertes und mit 1782 datiertes Tonmodell verwahrt, das der Porzellanversion nahe kommt (Inv. Nr. 1914,53). Jedoch weicht das Porzellan vom Modell ab, sie ist seitenverkehrt und weist andere Details auf (geöffnete statt geschlossene Augen, Haltung, Draperie). Melchiors Kinderdarstellungen erfreuten sich bis ins 19. Jahrhundert großer Beliebtheit, davon zeugen Nachbildungen in verschiedenen Materialien. Die Art der Bemalung der Porzellanfigur spricht für eine Entstehungszeit ebenfalls im 19. Jahrhundert.

Lit.: Claudia Kanowski: "Fragen an ein Kunstwerk" - eine Fortsetzung aus keramischer Sicht, in: Kunst, Gewerbe, Museum. Festschrift für Barbara. Beiträge des Colloquiums zu Ehren von Barbara Mundt, Berlin 2017, S. 98-100; Claudia Kanowski:Tönerne Welten. Figürliche Keramik aus sechs Jahrhunderten. Eine Bestandsaufnahme im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin, Sonderdruck aus: Keramos (2015/I), Heft 227, S. 30-31.

ClKa

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

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Ovale Bildplatte mit dem Bildnis des Evangelisten Markus

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Ovale Bildplatte mit Blaumalerei. Dargestellt ist der Evangelist Markus, als bärtiger Mann, im Dreiviertelporträt. Er stützt seinen Kopf in die Linke, in der Rechten hält er ein Buch, sein Testament, in dem er liest. An seiner linken Seite erscheint sein Attribut, ein geflügelter Löwe. Am linken Rand der Platte ist ein Baum dargestellt, im Vordergrund Graswerk. Am Rand acht Ornamentmotive. Über der Figur der Schriftzug "St. MARCUS".Im Bestand des Kunstgewerbemuseums befinden sich insgesamt vier Evangelistenplatten (Inv. Nr. K 1571-1574). Zwei weitere, stilistisch verwandte Bildplatten im Bestand zeigen Porträts von zweien der drei Gründer der Nürnberger Fayencemanufaktur, Johann Conrad Romedi und Christoph Marx (Inv. Nr. K 1569 und K 1570), beide rückseitig in einer Inschrift von Georg Michael Tauber signiert und 1720 datiert - daher die Zuschreibung auch der Evangelistenplatten an Tauber. Während der deutsch-deutschen Teilung befanden sich die beiden Platten mit den Porträts der Firmengründer im Kunstgewerbemuseum Berlin-West und die vier Platten mit den Evangelisten im Kunstgewerbemuseum Berlin-Ost. Heute sind alle sechs Bildplatten in Schloss Köpenick, der Dependance des Berliner Kunstgewerbemuseum, gemeinsam ausgestellt. Evangelistenplatten (rechteckige) gehörten auch zum Repertoire der Dorotheenthaler Fayencemanufaktur. Möglicherweise lagen dieselben Stichvorlagen zugrunde.Lit.: Katalog KGM (Köpenick) 1988, S. 92, Text von Christiane Keisch; Silvia Glaser: Nürnberger Fayencen. Bestandskatalog GNM Nürnberg, 2017, S. 35f. (Abb. der Platten mit den Gründerporträts, Inv. Nr. K 1569, K 1570).ClKa