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Diamantrahmen mit dem Miniaturportrait des Kurfürsten Clemens Wenzeslaus

Ident. Nr.: L 387 a

ObjID: obj:2393196

Details (Expert)

Datierung
1790-1792
Abmessungen
Höhe x Breite: 3,9 x 2,7 cm

Objektbeschreibung

Miniaturportrait des Trierer Kurfürst Clemens Wenzeslaus (1739-1812) in geistlichem Ornat. Der Sohn Kurfürst Friedrich August II. (König Augusts III.) trägt den sog. Orden des Weißen Adlers, die höchste Auszeichnung des Königreichs Polen. Dieser Orden war 1705 von König August dem Starken, dem Großvater von Clemens Wenzeslaus, gestiftet worden. 26 Diamanten im Altschliff bilden den kostbaren Rahmen des Portraits. Die Miniatur war höchstwahrscheinlich Bestandteil eines Armbandes, zusammen mit weiteren Bildnissen von Verwandten des Kurfürsten: L 387 b; L 387c, L 387 d; L 387 e. Rechts und links am Rahmen noch je drei Ösen, zum Fixieren von Kettchen oder Perlschnüren.

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Herkules ist an seinen Attributen, der lorbeerblattumrankten Keule und dem Löwenfell, zu identifizieren. Er wendet den Kopf nach links und nimmt so gewissermaßen Kontakt auf zu seiner weiblichen Pendantfigur, "Venus im Muschelwagen". Im Bestand des Kunstgewerbemuseums sind beide Figuren, in jeweils unterschiedlichen Größen, als weiß glasierte (Herkules, Inv. Nr. DM 8) bzw. staffierte Versionen (Venus, Inv. Nr. O-1990,94) vorhanden.Bei der hier besprochenen Herkulesfigur handelt es sich um ein nur schrühgebranntes Exemplar, das vermutlich wegen der Brandrisse, v.a. am Sockel unterhalb des rechten Fußes, nicht in den Glasurbrand gegeben wurde. Abgesehen vom Scherben ist auch der geringe Größenunterschied zur glasierten Version von nur einem Zentimeter ein Indiz dafür, dass es sich nicht um das Tonmodell handelt, das bei einer Schwindung des Porzellans von 16-22 % größer sein müsste. An der detaillierten, fast überzeichneten Oberflächenmodellierung ist zu erkennen, dass der Entwerfer, Wilhelm Christian Meyer (1726-1786), die Verschleifung der Details durch die Glasur einkalkulierte. Wilhelm Christian war ambitionierter Bildhauer und Schüler seines Bruders Friedrich Elias Meyer (1723/24 - 1785). Letzterer war Modellmeister bei der KPM und holte seinen jüngeren Bruder 1766 an die Berliner Porzellanmanufaktur.Weiterführende Informationen sind zu finden in: Dorothee Heim, Die Berliner Porzellanplastik und ihre skulpturale Dimension 1751-1825. Der Sammlungsbestand des Kunstgewerbemuseums Staatliche Museen zu Berlin (=Bestandskatalog XXVI. des Kunstgewerbemuseums SMB), Berlin, Regensburg 2016, S. 307-309, Kat.Nr. 41; Claudia Kanowski, in: C.Kanowski / L. Lambacher: Tönerne Welten. Figürliche Keramik aus sechs Jahrhunderten. Eine Bestandsaufnahme im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin, Sonderdruck aus: Keramos (2015/I), Heft 227, S. 24-27, Abb. S. 26.ClKa