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Wappen des Sebald IV Pfinzing

Ident. Nr.: AE 519

ObjID: obj:2394126

Details (Expert)

Beteiligte
Werkstatt: Veit Hirschvogel (der Ältere) (1461–1525),
Glasmaler*in
Datierung
1532
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite: 35,5 x 23 cm

Objektbeschreibung

Das Wappen mit dem von Schwarz und Gelb geteilten Schild und der Helmzier mit zwei Büffelhörnern führte Sebald IV. Pfinzing von und zu Lichtenhof (1487–1543), der bereits 1531 zum Älteren Herrn ernannt worden war. Der Beischild mit zwei gekreuzten Hacken in Weiß über einem
gelben Dreiberg gehörte seiner Gemahlin Catharina von Ploben (gest. 1561), mit der er seit 1510 vermählt war und die ihm 13 Kinder gebar. Das Wappen des Sebald IV Pfinzing dürfte ebenso wie das des Andreas I. Imhoff, Inv. Nr. AE 520, aus einem Fenster des großen Saales im Nürnberger Rathaus stammen.
Charakteristisch für den Stil der Glasmalerei sind, neben dem ein wenig überladenen Dekor des Rahmens in den typischen Formen der Nürnberger Frührenaissance, vor allem die beiden das Wappen mit dem Rücken stützenden Männer. Ihre Kleidung, ein am Oberkörper eng anliegendes Wams mit weiten geschlitzten und mehrfach gepufften Ärmeln, kurze, mit Rüschen gesäumte Hosen und Kniestrümpfe, ist auffallend modisch und wurde bevorzugt von Landsknechten getragen. In zeitgenössischen Darstellungen in zahlreichen Varianten dokumentiert, stimmt sie besonders mit den Kostümen auf drei 1520 entstandenen Kupferstichen – mit dem Fähnrich, dem Landsknecht und der Schildwache bei den Pulverfässern – des Sebald Beham überein. Da Sebald Beham schon 1521/22 an der Ausmalung des Ratsaales beteiligt war, liegt die Vermutung nahe, dass er
später, vielleicht in der Nachfolge des 1522 verstorbenen Hans von Kulmbach, auch die Wappenscheiben der Ratsmitglieder entwarf.
CVMA 98774

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

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Ovale Bildplatte mit dem Bildnis des Evangelisten Markus

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Ovale Bildplatte mit Blaumalerei. Dargestellt ist der Evangelist Markus, als bärtiger Mann, im Dreiviertelporträt. Er stützt seinen Kopf in die Linke, in der Rechten hält er ein Buch, sein Testament, in dem er liest. An seiner linken Seite erscheint sein Attribut, ein geflügelter Löwe. Am linken Rand der Platte ist ein Baum dargestellt, im Vordergrund Graswerk. Am Rand acht Ornamentmotive. Über der Figur der Schriftzug "St. MARCUS".Im Bestand des Kunstgewerbemuseums befinden sich insgesamt vier Evangelistenplatten (Inv. Nr. K 1571-1574). Zwei weitere, stilistisch verwandte Bildplatten im Bestand zeigen Porträts von zweien der drei Gründer der Nürnberger Fayencemanufaktur, Johann Conrad Romedi und Christoph Marx (Inv. Nr. K 1569 und K 1570), beide rückseitig in einer Inschrift von Georg Michael Tauber signiert und 1720 datiert - daher die Zuschreibung auch der Evangelistenplatten an Tauber. Während der deutsch-deutschen Teilung befanden sich die beiden Platten mit den Porträts der Firmengründer im Kunstgewerbemuseum Berlin-West und die vier Platten mit den Evangelisten im Kunstgewerbemuseum Berlin-Ost. Heute sind alle sechs Bildplatten in Schloss Köpenick, der Dependance des Berliner Kunstgewerbemuseum, gemeinsam ausgestellt. Evangelistenplatten (rechteckige) gehörten auch zum Repertoire der Dorotheenthaler Fayencemanufaktur. Möglicherweise lagen dieselben Stichvorlagen zugrunde.Lit.: Katalog KGM (Köpenick) 1988, S. 92, Text von Christiane Keisch; Silvia Glaser: Nürnberger Fayencen. Bestandskatalog GNM Nürnberg, 2017, S. 35f. (Abb. der Platten mit den Gründerporträts, Inv. Nr. K 1569, K 1570).ClKa