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Das Festmahl

Ident. Nr.: NG 5/18

ObjID: obj:2422826

Schenkung Wolfgang Kunz
n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Karl Kunz (1905 - 1971),
Künstler*in
Datierung
1959
Weitere Titel
Sammlungstitel: Das Festmahl
Übersetzung: The Feast
Das Gastmahl oder Bildhauer-Atelier
Nach dem Festmahl
Provenienz
im Besitz des Künstlers,
1959–1971
Wolfgang Kunz, Berlin (Sohn des Künstlers),
1971–2018
Abmessungen
Höhe x Breite: 130 x 170 cm
Erwerbung
2018 Schenkung von Wolfgang Kunz

Objektbeschreibung

In vielen seiner Werke ging es Kunz darum, unterschiedliche Möglichkeiten bildnerischer Darstellung zu demonstrieren. Im Kontrast zu starkfarbig ausgemalten Partien findet sich häufig ein zeichnerischer Duktus von Figuren, die mit geschwungenen Konturlinien gefasst und teilweise weiß belassen sind. „Das Festmahl“ zeigt zwei auf diese Weise abstrahierte Wesen, die seitlich vor einer breiten Tischplatte sitzen. In deren Mitte liegt ein Stierschädel, zwischen dessen Hörnern eine durch Brüste als weiblich konnotierte Form emporragt. Unter dem Tisch sind in einem geöffneten Oval ein silbernes und ein goldenes Ei zu sehen. Ob es sich um okkulte Symbole handelt oder um Stierhoden, ist nicht bekannt. Klar identifizierbar hingegen sind die rechts ins Bild geklebten, farbigen Reproduktionen zweier Kunstwerke. Darauf zu sehen ist ein im 1. Jahrhundert v. Chr. in Griechenland entstandenes marmornes „Fragment eines weiblichen Kopfes“ (Liebighaus Skulpturensammlung, Frankfurt am Main), das zu Kunz’ Zeit als Aphrodite-Darstellung des späten Phidias galt, sowie das 1942 von Pablo Picasso gemalte „Stillleben mit Stierschädel“ (Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf). Antike und Moderne treffen sich so als Vorlagen zur Inspiration im Atelier des Künstlers, in dem das geheimnisvolle Mahl arrangiert worden sein dürfte. Mythos und Erotik sowie die Kombinatorik der Bildelemente speisen sich aus dem Surrealismus. Werke von Kunz waren 1954 im Rahmen der Surrealismus-Ausstellung im deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig zu sehen. | Dieter Scholz

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Aufstehendes Pferd

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Das ehemals im Besitz des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung in Berlin befindliche „Aufstehende Pferd“ aus lebhaft strukturiertem rot-schwarzen Lahnmarmor steht exemplarisch für Graevenitz’ Schaffen, dessen künstlerisch erfolgreichste Phase in die Zeit des Nationalsozialismus fiel. Ab 1937 leitete er die Bildhauerklasse sowie – mit einigen Unterbrechungen aus gesundheitlichen Gründen – vom selben Jahr bis 1945 die Kunstakademie in Stuttgart als Direktor. Beim vorliegenden Werk hat von Graevenitz offenbar das Zugleich von noch ruhendem Pferdekörper und sich bereits in Bewegung setzenden Vorderbeinen samt sich aufbäumendem Kopf bildhauerisch gereizt, variierte er das Thema doch mehrfach: so etwa in der monumentalen Travertinskulptur „Aufstehendes Pferd“ von 1934/1935 für den Garten des Robert-Bosch-Krankenhauses Stuttgart oder in seinem 1934 möglicherweise im Zusammenhang mit der Ausgestaltung des Berliner Olympiageländes entstandenen Entwurf „Pferd in Wellen“ (Verbleib unbekannt). Das heute als Dauerleihgabe in der Stiftung Fritz von Graevenitz in Solitude bei Stuttgart befindliche „Aufstehende Pferd“ aus dem Bestand der Nationalgalerie war von Graevenitz’ bildhauerischer Beitrag auf der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ 1937 im Münchner Haus der Deutschen Kunst; es wurde 1938 auch unter dem Titel „Leżący koń“ (Liegendes Pferd) auf der Propagandaschau „Deutsche Bildhauer der Gegenwart“ in Warschau und Krakau gezeigt. | Yvette Deseyve

Un-Quadrat rot

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