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Venus mit Muschelwagen

Ident. Nr.: O-1990,94

ObjID: obj:2432018

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Wilhelm Christian Meyer (1726 - 1786),
Bildhauer*in
Ausführung: Königliche Porzellanmanufaktur Berlin (KPM) (gegründet 1763)
Datierung
um 1769
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe: 41,5 cm
Durchmesser: Sockel 18 cm
Gewicht: 5186 g

Objektbeschreibung

Die Göttin der Liebe, Venus, sitzt auf einem Muschelwagen. Sie ist nackt, lediglich ein Manteltuch bedeckt ihre Scham. Der Wagen taucht in Wolken ein und geht vorne in eine vergoldete Volute über. Hinter Venus sitzt ein turtelndes Taubenpaar auf dem Sitzkissen. Am Boden liegt ein Köcher mit Pfeilen. In der Linken hält sie einen Lorbeerkranz. Sie neigt ihren Kopf nach rechts und nimmt so gewissermaßen Kontakt auf zu ihrer männlichen Pendantfigur, "Rastender Herkules", von der sich zwei Ausformungen im Bestand des Kunstgewerbemuseums befinden, allerdings in der kleineren Variante (Inv. Nr. DM 8 und K 2383). Beide Modelle wurden in jeweils zwei unterschiedlichen Größen hergestellt. In Konzeption und Ausmodellierung wirken sie wie Großplastiken. In der starken Untersicht sind sie für eine Platzierung auf einem erhöhten Standort in einem Innenraum hin konzipiert. Der Entwurf stammt von Wilhelm Christian Meyer, ambitionierter Bildhauer und Schüler seines Bruders Friedrich Elias Meyer. Letzterer war Modellmeister bei der KPM und holte seinen jüngeren Bruder 1766 an die Berliner Porzellanmanufaktur. Laut Schatullenrechnung hat der preußische König Friedrich II. 1769 vier Ausformungen von Herkules und Venus in der großen Variante erworben.
Die Figur im Kunstgewerbemuseums ist mit der Zeptermarke in Unterglasurblau.

Lit.: Dorothee Heim, Die Berliner Porzellanplastik und ihre skulpturale Dimension 1751-1825. Der Sammlungsbestand des Kunstgewerbemuseums Staatliche Museen zu Berlin (=Bestandskatalog XXVI. des Kunstgewerbemuseums SMB), Berlin, Regensburg 2016, S. 307-309, Kat.Nr. 40.

ClKa

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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