Omphalos-Schüssel mit Fünfblatt und Engelsfiguren
Ident. Nr.: F 3560
ObjID: obj:2437359
Kontakt
Einrichtung:
Kunstgewerbemuseum
E-Mail:
kgm@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Datierung
- Mitte 15. Jahrhundert
- Material / Technik
- Messing
- Abmessungen
- Durchmesser x Tiefe: 45,5 x 8,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2437359
Objektbeschreibung
Die wegen des Buckels im Zentrum so genannte Omphalos-Schüssel (griech. „ὀμφαλός“, Omphalos = Nabel) zeigt ein das Zentrum umlaufendes, stark beriebenes Schriftband. Davon ausgehend entwickeln sich fünf radial angeordnete Blütenblätter, zwischen denen fünf Halbfiguren von Engeln mit Wappenschilden in den Händen erscheinen. Das gleiche Engel-Motiv zeigt auch eine 1938 vom Kunstgewerbemuseum veräußerte Schüssel (Inv. Nr. 1876,1974) sowie ein Exemplar mit Vierblatt in der Sammlung Egyeki-Szabó (Nr. 83).
Beckenschläger-Schüsseln aus getriebenem Messing wurden zunächst überwiegend als Hausgerät benutzt, etwa als Blutschüsseln oder Waschgerät. Erst im Laufe des 15. Jahrhunderts wurden Dekore und bildliche Darstellungen üblich, so dass die Schüsseln zuweilen zum reinen Schmuckgegenstand werden konnten und zunehmend auch im sakralen Bereich Verwendung fanden, so als Taufschüsseln oder Kollektenteller.
Zentren der Herstellung waren Nürnberg, Dinant und der Niederrhein. Sichere Hinweise zur Lokalisierung einzelner Exemplare fehlen zumeist, so dass die in der Literatur häufig vorgenommenen Zuweisungen nach Nürnberg in der Regel als nicht gesichert gelten können. LL
Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
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kgm@smb.spk-berlin.de