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Dreiteiliges Frühjahrsensemble

Ident. Nr.: 2005,UR 366 a-c

ObjID: obj:2449902

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Uli Richter (1926 - 2021),
Designer*in
Datierung
um 1995
Geografische Bezüge
Abmessungen
Länge: Bluse a) 77 cm
Länge: Rock b) 67 cm
Länge: Stola c) 95 cm

Objektbeschreibung

Frühjahrsensemble: Hüftbedeckende Kasack-Bluse im Mainière-Stil aus feinem bedruckten Leinen im Reptilien-Dessin in den Farben: Vicunia/Offwhite mit Hirschhornknöpfen; kniebedeckender, gerader Rock aus vicuniafarbenem Kaschmir-Mohair-Flanell, die Stola als Dreieckstuch mit eingeknüpften Nappa-Leder-Fransen aus dem gleichen Material wie der Rock. Die Kasack-Bluse ist hoch geschlossen mit kleinem, runden Umlegekragen und einer tiefgezogenen Polohemd Knopfleiste, die mit 8 kleinen Knöpfen schließt. Die Ärmel als Fledermausärmel angeschnitten.

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Rastender Herkules (Modellnummer 382)

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Herkules ist an seinen Attributen, der lorbeerblattumrankten Keule und dem Löwenfell, zu identifizieren. Er wendet den Kopf nach links und nimmt so gewissermaßen Kontakt auf zu seiner weiblichen Pendantfigur, "Venus im Muschelwagen". Im Bestand des Kunstgewerbemuseums sind beide Figuren, in jeweils unterschiedlichen Größen, als weiß glasierte (Herkules, Inv. Nr. DM 8) bzw. staffierte Versionen (Venus, Inv. Nr. O-1990,94) vorhanden.Bei der hier besprochenen Herkulesfigur handelt es sich um ein nur schrühgebranntes Exemplar, das vermutlich wegen der Brandrisse, v.a. am Sockel unterhalb des rechten Fußes, nicht in den Glasurbrand gegeben wurde. Abgesehen vom Scherben ist auch der geringe Größenunterschied zur glasierten Version von nur einem Zentimeter ein Indiz dafür, dass es sich nicht um das Tonmodell handelt, das bei einer Schwindung des Porzellans von 16-22 % größer sein müsste. An der detaillierten, fast überzeichneten Oberflächenmodellierung ist zu erkennen, dass der Entwerfer, Wilhelm Christian Meyer (1726-1786), die Verschleifung der Details durch die Glasur einkalkulierte. Wilhelm Christian war ambitionierter Bildhauer und Schüler seines Bruders Friedrich Elias Meyer (1723/24 - 1785). Letzterer war Modellmeister bei der KPM und holte seinen jüngeren Bruder 1766 an die Berliner Porzellanmanufaktur.Weiterführende Informationen sind zu finden in: Dorothee Heim, Die Berliner Porzellanplastik und ihre skulpturale Dimension 1751-1825. Der Sammlungsbestand des Kunstgewerbemuseums Staatliche Museen zu Berlin (=Bestandskatalog XXVI. des Kunstgewerbemuseums SMB), Berlin, Regensburg 2016, S. 307-309, Kat.Nr. 41; Claudia Kanowski, in: C.Kanowski / L. Lambacher: Tönerne Welten. Figürliche Keramik aus sechs Jahrhunderten. Eine Bestandsaufnahme im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin, Sonderdruck aus: Keramos (2015/I), Heft 227, S. 24-27, Abb. S. 26.ClKa