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Mädchen mit Amorstatuette

Ident. Nr.: HF 417

ObjID: obj:2454455

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Höchster Porzellanmanufaktur (1746),
Hersteller*in
Datierung
um 1775
Material / Technik
Porzellan mit Malerei
Abmessungen
Höhe: 18 cm

Objektbeschreibung

Beschreibung aus dem Auktionskatalog Böhler 1937: "Figur eines stehenden jungen Mädchens, das verliebt eine Statuette des Cupido , die es mit den Händen hält, betrachtet. Durch den Knoten des hochtoupierten, weiß gepuderten Haares ist ein weißes, mit Goldfransen besetztes Tuch gezogen. Das vorn offene beigefarbene Oberkleid mit rosa Puffen und Borten lässt den weißen, purpurn gestreiften Rock sehen. Die weißen Schuhe sind purpurn gerändert. Graugrüner Felssockel mit grüner Grasdecke. Kopf des Mädchens gekittet, beim Cupido fehlt der linke Flügel. Kopf und rechter Arm ergänzt.
Höchst, um 1775 Marke: blaues Rad. Eingeritzt: IM N 20. Höhe 18 cm"

Das Stück wurde während des II. Weltkrieges zerstört und konnte nur fragmentiert geborgen werden.
MAKR

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Rastender Herkules (Modellnummer 382)

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Herkules ist an seinen Attributen, der lorbeerblattumrankten Keule und dem Löwenfell, zu identifizieren. Er wendet den Kopf nach links und nimmt so gewissermaßen Kontakt auf zu seiner weiblichen Pendantfigur, "Venus im Muschelwagen". Im Bestand des Kunstgewerbemuseums sind beide Figuren, in jeweils unterschiedlichen Größen, als weiß glasierte (Herkules, Inv. Nr. DM 8) bzw. staffierte Versionen (Venus, Inv. Nr. O-1990,94) vorhanden.Bei der hier besprochenen Herkulesfigur handelt es sich um ein nur schrühgebranntes Exemplar, das vermutlich wegen der Brandrisse, v.a. am Sockel unterhalb des rechten Fußes, nicht in den Glasurbrand gegeben wurde. Abgesehen vom Scherben ist auch der geringe Größenunterschied zur glasierten Version von nur einem Zentimeter ein Indiz dafür, dass es sich nicht um das Tonmodell handelt, das bei einer Schwindung des Porzellans von 16-22 % größer sein müsste. An der detaillierten, fast überzeichneten Oberflächenmodellierung ist zu erkennen, dass der Entwerfer, Wilhelm Christian Meyer (1726-1786), die Verschleifung der Details durch die Glasur einkalkulierte. Wilhelm Christian war ambitionierter Bildhauer und Schüler seines Bruders Friedrich Elias Meyer (1723/24 - 1785). Letzterer war Modellmeister bei der KPM und holte seinen jüngeren Bruder 1766 an die Berliner Porzellanmanufaktur.Weiterführende Informationen sind zu finden in: Dorothee Heim, Die Berliner Porzellanplastik und ihre skulpturale Dimension 1751-1825. Der Sammlungsbestand des Kunstgewerbemuseums Staatliche Museen zu Berlin (=Bestandskatalog XXVI. des Kunstgewerbemuseums SMB), Berlin, Regensburg 2016, S. 307-309, Kat.Nr. 41; Claudia Kanowski, in: C.Kanowski / L. Lambacher: Tönerne Welten. Figürliche Keramik aus sechs Jahrhunderten. Eine Bestandsaufnahme im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin, Sonderdruck aus: Keramos (2015/I), Heft 227, S. 24-27, Abb. S. 26.ClKa