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Der rote Hut Verso: Zwei Liebende im Wald

Ident. Nr.: B UHP 34/13

ObjID: obj:2457838

Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin 2010
n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Paul Delvaux (1897 - 1994),
Künstler*in
Datierung
1944
Weitere Titel
Sammlungstitel: Der rote Hut Verso: Zwei Liebende im Wald
Originaltitel: Le chapeau rouge Verso: Two Lovers in the Wood
Übersetzung: The Red Hat Verso: Two Lovers in the Wood
Provenienz
Geschenk (?): Madame Paul Delvaux (vermutlich Suzanne Delvaux (geb. Purnal, wiederverh. Bertouille)),
vermutlich ab 1944
Erwerbungsart ungeklärt: Staempfli Gallery,
frühestens ab 1959
Erwerbungsart ungeklärt: Privatsammlung,
bis 1988
Kauf: Marlborough Gallery,
1988
Kauf: Ulla und Heiner Pietzsch,
1988-2010
Material / Technik
Öl, Tusche und Feder auf Holz
Abmessungen
Höhe x Breite: 67,6 x 48,2 cm
Erwerbung
2010 Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin

Objektbeschreibung

Der Spiegel ist ein wiederkehrendes Motiv in Delvaux’ Gemälden, stellte er für den Künstler doch eine Reflexion des Verborgenen dar. In „Der rote Hut“ – der in seinen Werken jener Jahre mehrfach auftaucht – spielt er auf diese andere Wirklichkeit an. Konzentriert sich der Blick zunächst auf die junge Frau vor einem Spiegel, fällt erst beim zweiten Hinsehen auf, dass sowohl das Modell als auch ihr Spiegelbild die Betrachter:innen anschauen. Doch wie ist das möglich? Delvaux spielt mit dieser Verunsicherung des Betrachters. In seinen Bildern stellt er Sehgewohnheiten infrage, zerlegt Motive und setzt einzelne Komponenten neu zusammen. So zerfällt auch die in der nackten Frau angelegte Erotik angesichts des vollkommen unbeteiligt wirkenden, mit schwarzem Anzug und Hut bekleideten Mannes. Ähnlich den kombinierten Bildwelten René Magrittes (vgl. „Die fixe Idee“, NG 12/75) entfalten auch Delvaux’ Gemälde ihre unterschiedlichen, verunsichernden Bedeutungsebenen erst nach und nach. Dabei ist das eigentliche Geschehen, das Delvaux in seinen Arbeiten schildert, eher zweitrangig. Vielmehr soll das Bild, wie der Künstler selbst bekräftigte, den Betrachter:innen vor allem einen vielversprechenden Ausgangspunkt und die Möglichkeit für eine imaginäre Reise eröffnen (zit. in: Jacques Meuris, 7 dialogues avec Paul Delvaux accompagnés de 7 lettres imaginaires, Paris 1971, S. 25). Auf der Rückseite des Gemäldes befindet sich eine dunkel gehaltene Studie in Öl und Tusche von zwei Liebenden im Wald. | Maike Steinkamp

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Bogenschützen

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Bauer, Weihwasser nehmend

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