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La femme qui marche (II)

Ident. Nr.: B UHP 64/13

ObjID: obj:2457894

Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin 2010
n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Alberto Giacometti (1901 - 1966),
Künstler*in
Datierung
1932 (Guss 1969)
Weitere Titel
Sammlungstitel: La femme qui marche (II)
Die schreitende Frau (II)
Übersetzung: Striding Woman
Provenienz
Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch, Berlin,
17.12.2010
Material / Technik
Bronze, 33/34
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 149 x 24 x 38,2 cm
Erwerbung
2010 Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin

Objektbeschreibung

Fest auf ihrem massiven Bronzesockel verankert, wird das Bewegungsmoment der „schreitenden Frau“ erst auf den zweiten Blick sichtbar – der erste Eindruck ist vielmehr geprägt von der grazilen, in die Vertikale strebenden Erscheinungsform. Dabei scheint die Schwere des Materials mit der Zierlichkeit des Torsos zu konkurrieren. Klare Form und glatte Oberfläche lassen an Werke von Constantin Brâncuşi (vgl. „L'oiseau dans l'espace“, NG 7/73) oder Alexander Archipenko (vgl. „Flacher Torso“, B 789) denken. Giacometti hatte das Gipsmodell zu dieser Figur 1932 in seinem kleinen Pariser Atelier gefertigt, ein Jahr nachdem er der Gruppe der Surrealisten beigetreten war. Bis zu seinem Ausschluss 1935 gehörte er jenem Kreis um André Breton an, mitunter traumhafte und halluzinatorische Sujets bestimmen daher sein Frühwerk. So war es wohl auch für die Surrealisten-Ausstellung in der Pariser Galerie Pierre Colle 1933, dass er den Gips um einen Kopf in Form eines Cellos und um Arme ergänzte, die in Federn beziehungsweise Blumen übergingen (vgl. Ronald Alley, Catalogue of the Tate Gallery’s Collection […], London 1981, S. 276). Als die Skulptur 1936 für eine Präsentation nach London geschickt wurde, nahm er diese Teile wieder ab und brachte das Werk in die schlichte Form zurück, in der es uns heute begegnet. Es existieren zwei Versionen der Figur, die sich nur durch eine Mulde unter der Brust unterscheiden. Im Jahr 1940 erwarb Peggy Guggenheim die Gipsform der zweiten Version – jener ohne Mulde – und ließ sie 1969 in 34 Exemplaren nachgießen. Jenes der Nationalgalerie trägt die Nummer 33. | Anna Wegenschimmel

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Bogenschützen

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Vier gespannte Bogen mit Pfeilen sind in dem nahezu abstrakt wirkenden Gemälde zu erkennen, auch die Körper der Bogenschützen und ihrer Pferde. Die Pfeile zielen auf ein Wildtier, das sich – offenbar schon getroffen, durchlöchert und blutend – auf dem Rücken wälzt. Wiederhold hat seine Bildidee in eine überbordende ornamentale Komposition übersetzt. Deren Farb- und Formfülle sowie das Motiv könnten ein ferner Reflex sein auf das 1909 entstandene „Bild mit Bogenschützen“ (The Museum of Modern Art, New York), das Wassily Kandinsky 1912 der Luxus- und Museumsausgabe des Almanachs „Der Blaue Reiter“ als handkolorierten Holzschnitt eingefügt hatte. In Wiederholds Gemälde verschmelzen Elemente von Futurismus, Orphismus, Art déco, russischer Folklore und Theater. Der als Ernst Walther Wiederhold geborene Künstler hatte 1924 ein Studium bei Cesar Klein in dessen Atelierklasse für dekorative Malerei und Bühnengestaltung an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin begonnen. Bereits im Juli 1925 erhielt er eine Einzelausstellung in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm. Stilistische Einflüsse für die „Bogenschützen“ dürften von im „Sturm“ vertretenen Künstlern ausgegangen sein, etwa von Robert Delaunay, Alexandra Exter, Michael Larionow oder der Werkstatt Hablik-Lindemann. Auch die theaterbezogenen Arbeiten von Léon Bakst, Fortunato Depero und Gino Severini hat Wiederhold vermutlich gekannt. Als durch den Nationalsozialismus die Verdienstmöglichkeiten für ihn entfielen, gab er sein künstlerisches Schaffen auf, ließ sich zum Buchhändler ausbilden und blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg bei diesem Beruf. | Dieter Scholz

Bauer, Weihwasser nehmend

Bauer, Weihwasser nehmend

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