Lydia - Transparenz
Ident. Nr.: B UHP 134/13
ObjID: obj:2458235
Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin 2010
n/a
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1929
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Lydia - TransparenzOriginaltitel: Lydia - TransparenceÜbersetzung: Lydia - Transparency
- Provenienz
- Erwerbungsart ungeklärt: Privatsammlung,
ohne DatumKauf: Ulla und Heiner Pietzsch,
2003-2010 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 55 x 46 cm
- Erwerbung
- 2010 Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2458235
Objektbeschreibung
Da er einer wohlhabenden Familie entstammte, konnte sich Picabia schon früh den Luxus leisten, die Welt zu bereisen und wo immer es ihm gefiel, sei es in Paris, New York oder Barcelona, sich niederzulassen. Stets stand er dabei in engem Kontakt mit den interessantesten Künstlern der Zeit. Gleichwohl schloss er sich niemals länger einer Gruppe an. Mit schwindelerregender Geschwindigkeit wechselte der Liebhaber rasanter Autos auch seine Stile – bereits vorhandene wie von ihm selbst entwickelte. Heutzutage könnte man ihn auch als „appropriation artist“ bezeichnen. Er durchlief Impressionismus und Kubismus, Orphismus und Futurismus, Dadaismus und Surrealismus, schuf „mechanische“ Bilder und, Ende der 1920er-Jahre, die „Transparencies“ (Transparenzen), zu denen auch das vorliegende Gemälde gehört. In ihnen verbinden sich Reminiszenzen an Antike (römische Skulpturen) und Renaissance (Gemälde von Sandro Botticelli und anderen) mit der modernen Film- und Warenwelt (schmachtende Blicke, aufgeworfene Münder). Aus der Vervielfältigung der Motive entwickelte Picabia jedoch keine inhaltliche Varianz. Die vier einander überlagernden Gesichter von „Lydia“ bleiben sich immer gleich. Sie sind Klischees, in denen die Betrachter:innen nur finden, was sie selbst in sie hineinlegen. Ähnlich bleibt auch die Transparenz dieser Bilder ohne Transzendenz: Nicht das „Dahinter“ zählt, sondern – als ironisches Paradox – die vorgestanzten und zugleich ephemeren Hüllen der Gegenwart. | Kyllikki Zacharias
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de