Composition surréaliste
Ident. Nr.: B UHP 104/13
ObjID: obj:2458283
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1939
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Composition surréalisteSurrealistische KompositionÜbersetzung: Surrealist Composition
- Provenienz
- Erwerbungsart ungeklärt: Privatsammlung, Washington DC,
ohne DatumErwerbungsart ungeklärt: Ruth S. Schaffner Gallery, Los Angeles oder Santa Barbara, CA,
ohne DatumErwerbungsart ungeklärt: vermutlich Harvey S. Lubitz, Modern Painting’s and Drawing’s,
ohne DatumKauf: Ulla und Heiner Pietzsch,
vor 1993-2010 - Material / Technik
- Blei- und Farbstift auf Papier
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 32 x 49,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2458283
Objektbeschreibung
In seiner Heimatstadt Santiago de Chile besuchte Matta die französische Schule und wurde Architekt. 1933 ging er nach Paris, ein Jahr später trat er in das Atelier von Le Corbusier ein. In Ermangelung von Bauaufträgen wurde dort vornehmlich gezeichnet. Auch auf seinen Reisen quer durch Europa zeichnete Matta viel. Durch die Vermittlung von Federico García Lorca lernte er 1937 Salvador Dalí und schließlich den Wortführer der Surrealisten, André Breton, kennen, der von Mattas Zeichnungen tief beeindruckt war. Breton zeigte sie in den Ausstellungen der Surrealisten und veranlasste 1938 die Publikation von Mattas programmatischem Text „Mathématique sensible – architecture du temps“ in der Zeitschrift „Minotaure“ – „ein Aufschrei ‚gegen die Eiterungen des rechten Winkels‘“ (Wieland Schmied, in: Matta, Ausst.-Kat., Hannover, 1974, S. 10). Die „Surrealistische Komposition“ veranschaulicht Mattas Bestreben, geometrische Formen mit der Vorstellung von Leidenschaft zu verschmelzen. Daneben lassen sich Verbindungen zu anderen Künstlern erkennen: Die räumliche Anlage erinnert an eine Collage von René Magritte („Ohne Titel“, 1926, Sammlung Scharf-Gerstenberg, SSG 176), einzelne Bildgegenstände an die mathematischen Objekte von Man Ray, die 1936 in der „Exposition surréaliste d’objets“ bei Charles Ratton in Paris zu sehen waren. Der liegende Arm rechts unten ist ein Zitat aus Pablo Picassos Gemälde „Guernica“ (Museo Reina Sofía, Madrid), dessen Entstehung Matta 1937 aus der Nähe mitverfolgen konnte. | Kyllikki Zacharias
Letzte Aktualisierung: 09.06.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de