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Nachmittagstee

Ident. Nr.: B UHP 74/13

ObjID: obj:2458332

Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin 2010
n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Hans Georg Albert Hofmann (1880 - 1966),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1943
Weitere Titel
Sammlungstitel: Nachmittagstee
Übersetzung: Afternoon Tea
Provenienz
Besitz/Nachlass des Künstlers,
1943-mindestens 1966
Nachlass/Vermächtnis: André Emmerich Gallery,
ohne Datum
Erwerbungsart ungeklärt: Makler Gallery,
bis spätestens 1985
Kauf: Mr. and Mrs. George Berman,
bis 1998
Auktion: Christie's,
19.11.1988
Kauf: Ulla und Heiner Pietzsch,
1998-2010
Material / Technik
Aquarell auf Papier
Abmessungen
Höhe x Breite: 61 x 45 cm
Erwerbung
2010 Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin

Objektbeschreibung

Der deutsche Maler, Lehrer und Theoretiker Hofmann war 1932 in die USA ausgewandert. Zuvor hatte er in München Malerei studiert und lange Jahre in Paris gelebt (1904–1915). Der Erste Weltkrieg zwang ihn, nach Deutschland zurückzukehren, wo er 1915 eine Schule für bildende Kunst gründete. Nach Lehraufträgen in Kalifornien (1930–1932) entschied er sich, in den USA zu bleiben, und eröffnete wenig später in New York die Hofmann School of Fine Arts. Sie wurde zu einer wichtigen Institution für eine ganze Generation junger US-amerikanischer Malerinnen und Maler wie Helen Frankenthaler, Allan Kaprow oder Lee Krasner. Hofmanns eigene Arbeiten schöpfen aus der europäischen Moderne, finden in seinem Werk jedoch eine ganz eigene Interpretation. Dabei war es für den Künstler unerheblich, ob seine Bilder abstrakt oder gegenständlich waren. Für ihn folgten sie alle den gleichen bildlichen Gesetzen, für die er den Begriff des „push and pull“ (vgl. Lucinda Barnes, Push and Pull, in: Creation in Form and Color. Hans Hofmann, Ausst.-Kat., Bielefeld, 2016, S. 155–162) prägte, für eine aus gegenläufig eingesetzten Bildmitteln erzeugte Raumwirkung. Dieses Prozedere wird auch in seinem Aquarell „Nachmittagstee“ deutlich. Das Bild ist weniger durch sein Motiv – einen angedeuteten runden Tisch vor einem Fenster sowie zwei aus schwarzen Linien skizzierten Hühnern – als durch den assoziativ-dynamischen Gegensatz von flächig aufgetragenen Farben und klaren Linien sowie deren Verhältnis zueinander bestimmt. Es ist ein reflektierter Prozess des Gestaltens, der sich sowohl aus der genauen Beobachtung als auch dem sinnlichen Erleben speist. | Maike Steinkamp

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Badende

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Die Statue scheint 1909 für einen mehrfigurigen Brunnen konzipiert worden zu sein, was den Titel „Badende“ erklärt. Um 1910 wurde jedoch nur eine einzelne Bronzefigur hergestellt, die an der Fassade eines 1910/1911 errichteten Miets- und Geschäftshauses in der Hardenbergstraße 1 in Berlin-Charlottenburg ihre Aufstellung fand. Der Eigentümer dieses „Haus am Knie“ genannten Gebäudes und damit auch der Figur war der Architekt und Immobilienunternehmer Arthur Vogdt. Die Fassade hatte der junge Bruno Taut entworfen. Die Statue stand auf einem hohen Sockel am Eingang des Hauses; ihre auffallende Drehung war auf diesen Standort abgestimmt. Wegen eines Schreibens des Bildhauers Richard Scheibe wurde die Figur früher auf 1904/1905 datiert; das trifft jedoch genauso wenig zu wie die Datierung um 1906 (Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786–1914, Ausst.-Kat. Skulpturengalerie der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin, 1990, Nr. 124). Die Angabe „um 1910“ dagegen entspricht der Bauzeit des Hauses. Damals schuf Kolbe auch eine große Frauenstatue nach dem Modell der späteren Bildhauerin Renée Sintenis (Georg Kolbe, 1877–1947, Ausst.-Kat. Georg Kolbe Museum, Berlin, 1997, Abb. S. 27). Wegen der Proportionen, der aufgerichteten Haltung und des herben Gesichts dürfte die „Badende“ nach demselben Modell entstanden sein. Im Zweiten Weltkrieg wurde das „Haus am Knie“ zerstört. Die Statue gelangte in den Besitz von Kurt Reutti, der zahlreiche Kunstwerke aus Berliner Kriegsruinen rettete. 1957 war die Bronze eine der ersten Erwerbungen für die Nationalgalerie (West). | Ursel Berger

Mädchen aus Xanten

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