Spannung
Ident. Nr.: B UHP 158/13
ObjID: obj:2464944
Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin 2010
n/a
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1942
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: SpannungÜbersetzung: Voltage
- Provenienz
- Kauf (?): Julien Levy Gallery,
ab spätestens 1944Erwerbungsart ungeklärt: Privatsammlung,
ohne DatumErwerbungsart ungeklärt: vermutlich Galerie Renée Ziegler,
bis 1974Kommission (?): Mayor Gallery, London,
1974Kauf: Gabrielle Keiller, London,
ab 1974Kauf (?): möglicherweise Anthony d’Offay, London,
ohne DatumKauf (?): Daniel Varenne,
ohne DatumKauf (?): Arno Schefler, Aspen, CO,
bis 1998Kauf: Ulla und Heiner Pietzsch,
1998-2010 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 29 x 30,9 cmRahmenmaß: 47,7 x 50 x 4,5 cm (inkl. Hängeöse oben mittig)
- Erwerbung
- 2010 Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2464944
Objektbeschreibung
Am Anfang ihres langen Künstlerinnenlebens war Tanning zunächst als Werbezeichnerin und Illustratorin für die „Vogue“ und „Harper’s Bazaar“ in New York tätig. Entscheidend für sie war die Ausstellung „Fantastic Art, Dada, Surrealism“ im dortigen Museum of Modern Art 1936/1937, die sie von den Vorstellungen der Surrealisten, vor allem in Bezug auf Sexualität und Erotik, überzeugte. 1942 lernte sie Max Ernst kennen, den sie vier Jahre später heiratete. Das vorliegende Bild entstand 1942; es war 1944 in Tannings erster Einzelausstellung bei dem auf Surrealismus spezialisierten New Yorker Galeristen Julien Levy unter dem Titel „Sirene“ zu sehen. Eine halbnackte Frau lehnt mit ihrem Oberkörper im Dreiviertelprofil und davor verschränkten Armen an der Kante eines Beckens, aus dessen grünem turbulentem Wasser sie gerade aufgetaucht zu sein scheint. Dies weckt erotische Assoziationen. Weiche Brüste und Arme, dazu gepflegte, schlanke Hände dominieren die Darstellung. Das Gesicht ist wie aufgelöst, nur die Augen sind geblieben. Diese befinden sich an der rechten Hand der Frau in einer Lorgnette, deren Stiel zu einem Korkenzieher mutiert ist. Die eigentliche „Spannung“ der surrealen Szene aber ergibt sich durch die elektrisierende Verbindung zwischen dem langen blonden Zopf, der am gesichtslosen Kopf beginnt und an der linken Brust der Frau in Form eines Steckers direkt an der Brustwarze endet. Tannings Werk war zur damaligen Zeit sehr provokant. Nicht nur in diesem Bild setzte sie sich mit den Möglichkeiten auseinander, weibliche Erregung und reale innere Erfahrungen darzustellen. | Francisca Cruz
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de